Thin Content

4. Januar 2026 von Philipp Nessmann

Eigenschaften von Thin Content

Thin Content zeigt sich in unterschiedlichen Formen. Die Palette reicht von kopierten Texten über maschinell erstellte Inhalte bis zu Seiten, die nur der Weiterleitung dienen. Google hat seit dem Panda Update 2011 verschiedene Merkmale definiert, anhand derer die Suchmaschine minderwertigen Content erkennt und abstraft.

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Doorway Pages

Diese Brückenseiten haben keinen eigenständigen Zweck. Sie enthalten minimalen Text und existieren nur, um Nutzer auf andere Seiten weiterzuleiten. Die Inhalte sind meist auf bestimmte Keywords optimiert, liefern jedoch keine Informationen. Google erkennt diese Manipulation und straft sie ab.

organische Suche

Leere oder inhaltsarme Seiten

Seiten mit nur wenigen Sätzen, einzelnen Bildern ohne Erklärung oder reinen Platzhaltertexten bieten keinen Nutzen. Sie wurden angelegt, aber nie mit sinnvollem Inhalt gefüllt. Reine Werbetexte ohne Informationsgehalt fallen ebenfalls in diese Kategorie.

Frage und Antwort Icon

Automatisch generierte Inhalte

Software erstellt Texte ohne menschliche Prüfung. RSS-Feeds werden ausgelesen und ungefiltert veröffentlicht. Programme ersetzen Wörter durch Synonyme und erzeugen scheinbar neue Texte aus bestehenden Quellen. Das Ergebnis wirkt zusammenhanglos und beantwortet keine konkreten Fragen der Nutzer.

Zielgruppenfokussierung

Kopierter Content

Wer Texte von fremden Websites übernimmt, erzeugt Duplicate Content. Online-Shops kopieren Herstellerbeschreibungen wortwörtlich. Blogs übernehmen Artikel von anderen Seiten und verändern nur einzelne Passagen. Suchmaschinen erkennen identische Inhalte und bewerten die kopierende Seite negativ. Neben dem Ranking-Verlust drohen rechtliche Konsequenzen.

Graph wachsender Traffic

Dünne Affiliate-Seiten

Websites listen Produkte mit Affiliate-Links auf. Sie enthalten weder eigene Produkttests noch Bewertungen oder Vergleiche. Besucher finden keine Entscheidungshilfe, sondern nur Weiterleitungen zu Partner-Shops. Solche Seiten bieten keinen Mehrwert und werden von Google als Thin Content eingestuft.

Deutschlandweit aktiv

Keyword-Stuffing

Texte enthalten eine unnatürlich hohe Anzahl an Keywords. Die Lesbarkeit leidet, der Inhalt wirkt gekünstelt. Solche Seiten wurden nicht für Menschen geschrieben, sondern nur, um für bestimmte Suchbegriffe zu ranken. Google erkennt diese SEO Manipulation durch Algorithmen wie den Gibberish Score.

Soft 404 im Bezug auf Thin Content

Soft 404 Fehler stehen in direktem Zusammenhang mit Thin Content. Diese Fehler entstehen, wenn der Server einen 200-Statuscode sendet und damit signalisiert, dass die Seite erfolgreich geladen wurde. Google erkennt jedoch, dass die Seite keinen oder kaum Inhalt enthält, und behandelt sie wie eine nicht existierende Seite.

Der Unterschied zu einem regulären 404-Fehler liegt im Statuscode. Bei einem echten 404 Fehler meldet der Server korrekt, dass die Seite nicht existiert. Bei einem Soft 404 sagt der Server “alles in Ordnung“, obwohl die Seite faktisch leer oder wertlos ist. Diese widersprüchlichen Signale verwirren Suchmaschinen und verschwenden Crawling-Ressourcen.

Google stuft Seiten mit dünnem Inhalt seit 2014 als Soft 404 ein. Betroffen sind Produktseiten ohne Beschreibung, leere Kategorieseiten oder automatisch generierte Tag-Seiten ohne zugehörige Beiträge. WordPress erstellt beispielsweise automatisch URLs für neue Tags. Wer einen Tag anlegt, aber noch keinen Beitrag damit verknüpft hat, produziert eine leere Seite mit Soft 404-Potenzial.

Die Folgen wirken sich negativ auf die Sichtbarkeit aus. Google indexiert diese Seiten nicht, da sie keinen Nutzen bieten. Crawler verschwenden Zeit mit dem Durchsuchen wertloser Seiten, anstatt sich auf relevante Inhalte zu konzentrieren. Die Absprungrate steigt, wenn Besucher auf leere Seiten gelangen. Suchergebnisse verlieren an Qualität, wenn solche Seiten erscheinen.

Backlinks Wichtigkeit

Bedeutung für SEO

Minderwertiger Inhalt schadet dem Ranking einer Website erheblich. Google führte 2011 das Panda Update ein, um Seiten mit geringer Qualität aus den Suchergebnissen zu filtern. Seitdem bewertet die Suchmaschine die Qualität von Inhalten als zentralen Rankingfaktor.

Websites mit dünnem Inhalt verlieren an Sichtbarkeit in den SERPs. Die betroffenen Seiten rutschen in den Suchergebnissen ab oder verschwinden komplett aus dem Index. Die Abstrafung beschränkt sich nicht auf einzelne problematische Seiten. Google kann die gesamte Domain herabstufen, wenn systematisch minderwertige Inhalte veröffentlicht werden.

Nutzer verlassen Seiten ohne Mehrwert innerhalb weniger Sekunden. Die Absprungrate steigt, die Verweildauer sinkt drastisch. Google interpretiert dieses Verhalten als Indikator für schlechte Qualität und verschlechtert das Ranking weiter.

Das Crawling-Budget wird durch wertlose Seiten verschwendet. Google verteilt jedem Webauftritt ein begrenztes Budget für das Durchsuchen der Seiten. Existieren viele Seiten ohne Nutzen, crawlt die Suchmaschine weniger relevante Inhalte. Neue oder aktualisierte Seiten mit echtem Mehrwert werden später oder gar nicht indexiert.

Linktexte für interne Links

Manuelle Strafen greifen bei schwerwiegenden Verstößen. Websitebetreiber erhalten eine Benachrichtigung in der Google Search Console. Die Wiederherstellung erfordert umfangreiche Überarbeitungen und einen Antrag auf erneute Überprüfung. Der Prozess dauert Wochen oder Monate.

Auch bezahlte Werbung leidet unter minderwertigem Content. Google Ads bewertet die Qualität der Landingpages. Seiten mit geringem Mehrwert führen zu höheren Klickpreisen und schlechteren Anzeigenpositionen.
Wer seine Sichtbarkeit verbessern möchte, investiert in hochwertige Inhalte. Professionelle SEO Texte beantworten Fragen vollständig, liefern Kontext und bieten echten Nutzen für die Zielgruppe.

Wie lässt sich dünner Inhalt erkennen?

Die Identifikation von minderwertigem Inhalt erfordert eine systematische Analyse Ihrer Website. Mehrere Methoden und Tools helfen dabei, problematische Seiten aufzuspüren, bevor Google sie abstraft.

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01 Transparente Arbeitsweise

Screaming Frog

Dieses Crawling-Tool analysiert Ihre gesamte Website und zeigt die Wortanzahl jeder Seite an. Filtern Sie nach Seiten mit weniger als 200 oder 300 Wörtern. Diese Grenze dient als erster Anhaltspunkt, ersetzt jedoch keine qualitative Bewertung. Manche Seiten benötigen weniger Text, andere mehr. Screaming Frog hilft auch dabei, die Content-Code-Ratio zu prüfen. Seiten mit sehr wenig Text im Verhältnis zum HTML-Code fallen auf.

02 Handschlagqualität

Google Search Console

Die Search Console zeigt betroffene Seiten direkt an. Navigieren Sie zu “Seiten” und dann zu “Nicht indexiert“. Dort listet Google Seiten mit dem Status “Soft 404” auf. Diese Markierung weist auf Inhalte hin, die zu dünn sind, um indexiert zu werden. Die Search Console meldet außerdem manuelle Maßnahmen, wenn Google aktiv gegen minderwertige Inhalte auf Ihrer Domain vorgeht.

03 umfangreiches Know-How

Google Analytics

Verweildauer, Dwell Time und Absprungrate geben Hinweise auf problematische Inhalte. Nutzer verlassen Seiten ohne Mehrwert schnell wieder. Filtern Sie in Analytics nach Seiten mit hoher Absprungrate und kurzer Verweildauer. Diese Kombination deutet darauf hin, dass Besucher nicht finden, wonach sie suchen.

04 Betreuung in allen Bereichen

Duplicate Content Tools

Copyscape prüft einzelne Seiten oder ganze Websites auf kopierte Inhalte. Siteliner durchsucht Ihre Domain nach internem Duplicate Content. Beide Tools zeigen, ob Texte mehrfach verwendet wurden oder von fremden Quellen stammen. Sie können auch Textpassagen direkt in die Google-Suche eingeben. Setzen Sie die Passage in Anführungszeichen und beschränken Sie sie auf maximal 32 Wörter. Google zeigt dann, ob identische Texte auf anderen Seiten existieren.

05 SEO vom Profi

Manuelle Prüfung

Gehen Sie Ihre wichtigsten Seiten manuell durch. Stellen Sie sich die Frage: Beantwortet diese Seite eine konkrete Frage vollständig? Bietet sie mehr als die Konkurrenz? Enthält sie einzigartige Informationen oder Perspektiven? Diese qualitative Bewertung ergänzt die technischen Analysen und deckt Schwächen auf, die Tools übersehen.

06 faire Preise

Wortanzahl und Content-Struktur

Zählen Sie nicht nur Wörter, sondern bewerten Sie die Struktur. Enthält die Seite aussagekräftige Überschriften? Sind Absätze logisch aufgebaut? Gibt es visuelle Elemente wie Bilder, Tabellen oder Grafiken? Eine Seite mit 500 Wörtern kann wertvoll sein, wenn sie die richtige Information liefert. Eine Seite mit 1.000 Wörtern kann Thin Content sein, wenn sie nur Fülltext enthält.

07 Betreuung durch professionelle Freelancer

Keyword-Analyse

Prüfen Sie die Keyworddichte mit SEO-Tools. Eine unnatürlich hohe Dichte deutet auf Keyword-Stuffing hin. Texte, die nur für Suchmaschinen geschrieben wurden, erfüllen nicht die Bedürfnisse der Nutzer. Die Keyworddichte sollte natürlich wirken und sich am Lesefluss orientieren.

Wie behebt man Thin Content?

Die Behebung von minderwertigem Inhalt erfordert eine systematische Herangehensweise und oftmals den Einsatz professioneller SEO Freelancer. Diese Möglichkeiten bestehen, um das Problem des dünnen Contents erfolgreich und nachhaltig zu beheben:

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backlinks

Content-Audit durchführen:

Ein umfassendes Audit verschafft Überblick über alle problematischen Seiten. Die Analyse erfasst Absprungraten, Verweildauer und Traffic-Entwicklung jeder URL.

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Inhalte erweitern und verbessern:

Bestehende Texte lassen sich durch relevante Informationen, praktische Beispiele und visuelle Elemente aufwerten. Der Fokus liegt auf vollständigen Antworten.

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Seiten zusammenführen

Mehrere dünne Seiten zu ähnlichen Themen werden zu einem umfassenden Artikel kombiniert. 301-Weiterleitungen erhalten die Link-Power der ursprünglichen URLs.

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Unnötige Seiten löschen

Seiten ohne Website-Traffic, Backlinks oder erkennbaren Zweck verschwenden Crawling-Budget. Die Löschung erfolgt mit 301-Weiterleitungen zu thematisch passenden Alternativen

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Noindex-Tag setzen

Technisch notwendige Seiten wie Druckversionen bleiben über das Noindex-Tag im Meta-Bereich verfügbar, erscheinen aber nicht in Suchergebnissen.

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Duplicate Content entfernen

Kopierte Inhalte werden durch eigene Texte ersetzt. Bei unvermeidbaren Duplikaten kommt der Canonical-Tag zum Einsatz.

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Regelmäßige Überprüfung

Die Google Search Console meldet neue Soft 404-Fehler frühzeitig. Regelmäßige Content-Audits verhindern die Entstehung neuen dünnen Inhalts.

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Automatisierung vermeiden

KI-generierte oder automatisch erstellte Inhalte brauchen menschliche Überprüfung und Anpassung.

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Nutzersignale beobachten

Verweildauer, Absprungrate und Klickpfade zeigen, ob Besucher den Content als wertvoll empfinden. Diese Metriken geben Hinweise auf notwendige Verbesserungen.

Thin Content vs Short Content

Der Unterschied zwischen dünnem Inhalt und kurzem Inhalt wird häufig missverstanden. Nicht jede kurze Seite ist automatisch minderwertig, und nicht jeder lange Text bietet Mehrwert.

 

Kriterium Thin Content Short Content
Definition
Inhalte ohne erkennbaren Mehrwert für Nutzer
Kurze Inhalte, die eine Frage vollständig beantworten
Textlänge
Kann kurz oder lang sein
Meist unter 500 Wörter
Crawling-Budget
Verschwendet Ressourcen
Effiziente Nutzung
Qualität
Oberflächlich, unvollständig oder irrelevant
Präzise, vollständig und zielgerichtet
Nutzererfahrung
Besucher finden keine Antwort auf ihre Frage
Besucher erhalten schnell die gesuchte Information
Suchintention
Wird nicht erfüllt
Wird vollständig erfüllt
Verweildauer
Sehr kurz, Nutzer verlassen Seite sofort
Angemessen für die bereitgestellte Information
Absprungrate
Hoch
Normal bis niedrig
Beispiele
Kopierte Texte, Doorway Pages, leere Produktseiten
FAQ-Antworten, Glossar-Einträge, Kontaktseiten
SEO-Bewertung
Wird abgestraft oder nicht indexiert
Wird positiv bewertet, wenn Mehrwert vorhanden

Der entscheidende Faktor liegt nicht in der Wortanzahl, sondern im Mehrwert für den Nutzer. Eine FAQ-Seite mit 200 Wörtern kann wertvoller sein als ein 2.000-Wörter-Artikel voller Fülltext. Google erkennt den Unterschied anhand von Nutzersignalen wie Verweildauer, Absprungrate und Klickverhalten.

Kurzer Content funktioniert, wenn die Suchintention eine schnelle Antwort erfordert. Nutzer, die nach einer Telefonnummer, einer Definition oder einer Adresse suchen, brauchen keine ausführlichen Erklärungen. Sie erwarten präzise Informationen.

FAQs zum Thin Content

Philipp Nessmann
Philipp Nessmann

Seit über 20 Jahren im SEO aktiv – mit technischem Tiefgang, Unternehmergeist und dem Blick fürs Wesentliche. Ich habe über 1100 Kunden betreut und erfolgreiche Firmen wie Contentbär, Jurawelt und trauringspezialisten.de aufgebaut.

Wir bewegen uns genau am digitalen Zeitgeist – und sorgen dafür, dass unsere Kunden nicht nur bei Google, sondern auch in KI-Systemen wie ChatGPT, Gemini & Co. ganz oben auftauchen.

Referenzen

Contentbär Blog

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