Bad Neighbourhood

24. February 2026 von Philipp Nessmann

Wie erkennt man problematische Nachbarschaften heute?

Sie haben mehrere Möglichkeiten, um zu sehen, wer auf Ihre Website verlinkt und welche dieser Links problematisch sind. Jede Methode gibt Ihnen verschiedene Informationen und zusammen bekommen Sie ein klares Bild.

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Icon Ansprechpartner

Google Search Console

Die Google Search Console ist Ihr direkter Kanal zu Google. Unter “Links” finden Sie alle Domains, die auf Sie zeigen. Sie können diese Liste exportieren und durchgehen. Das Wichtige: Diese Daten stammen direkt von Google, nicht von einem Drittanbieter. Sie sehen hier die Links, die Google selbst kennt.

Icon Regeln

SEO-Tools wie Ahrefs, Semrush oder Majestic

Diese Tools haben ihre eigenen Crawler und finden Links, die Google Search Console manchmal nicht sofort zeigt. Sie können alle Ihre Backlinks nach verschiedenen Kriterien filtern. Achten Sie auf die Domain Authority oder Domain Rating der verlinkenden Seite, das Alter der Domain, den Website Traffic und die geografische Herkunft der Links. Ein Link von einer Domain mit 10 Jahren Geschichte und 5000 monatlichen Besuchern sieht anders aus als ein Link von einer Domain, die vor zwei Wochen registriert wurde.

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Manuelle Überprüfung

Öffnen Sie einfach die Seiten, die auf Sie verlinken, im Browser. Eine Seite mit 50 verschiedenen Ankertexten zu völlig unterschiedlichen Themen wirkt verdächtig. Eine Seite, die nur aus einer großen Liste von Links zu zufälligen Websites besteht, ist ein klares Warnsignal. Achten Sie auf Links aus Spam-Kommentaren oder Guestbook-Einträgen. Diese sind leicht zu erkennen, weil sie meist keinen sinnvollen Kontext haben.

Welche Auswirkungen hat Bad Neighbourhood?

Historisch wurde Bad Neighbourhood als direkter Ranking-Faktor behandelt. Die Logik war: Wenn Google sieht, dass Sie viele schlechte Links haben, stuft Google Ihre Website selbst als verdächtig ein. Das konnte zu Ranking-Verlusten führen. In extremen Fällen konnte Google eine Website manuell bestrafen, wenn sie massiv von Link-Netzwerken geprägt war.

In der Praxis zeigte sich: Manche Websites rankten trotz vieler schlechter Links weiterhin gut. Andere verloren Rankings, obwohl die Links nicht so schlecht waren. Das lag daran, dass Google nicht alle schlechten Links gleich behandelte. Ein paar wenige Spam-Links schadeteten nicht. Hunderte von ihnen in kurzer Zeit konnten aber ein Signal sein.

Meta Title Checkliste

Was Sie konkret tun sollten

Die meisten Websites brauchen keine großen Maßnahmen gegen Bad Neighbourhood. Aber wenn Sie viele problematische Links haben oder verdächtigen, aktiv schlecht verlinkt worden zu sein, folgen Sie diesen Schritten.

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01 Transparente Arbeitsweise

Bestandsaufnahme machen

Exportieren Sie Ihre Backlinks aus der Google Search Console. Schauen Sie sich die Top-50-Domains an, die auf Sie verlinken. Wirken diese vertrauenswürdig? Stammen sie von etablierten Websites aus Ihrer Branche oder von Medienunternehmen? Oder sehen Sie viele offensichtlich maschinell erzeugte Seiten, auffällige Domain-Namen oder sehr neue Domains?

02 Handschlagqualität

Problematische Links priorisieren

Nicht alle schlechten Links sind gleich problematisch. Links von bekannten Spam-Netzwerken sind kritischer als ein einzelner Link aus einem Spam-Kommentar. Links, die Sie selbst aktiv gekauft haben oder die von gehackten Seiten stammen, erfordern schnelles Handeln. Ein paar zufällige schlechte Links sind weniger dringend und Google filtert diese ohnehin heraus.

03 umfangreiches Know-How

Bei vielen Spam-Links eine Disavow-Datei erstellen

Falls Sie viele problematische Links finden, erstellen Sie eine Disavow-Datei. Das ist eine einfache Textdatei, in der Sie Google mitteilen, welche Domains oder einzelne Links Sie nicht zählen lassen möchten. Die Datei hat ein einfaches Format: Eine Domain pro Zeile mit “domain:” davor, zum Beispiel “domain:spamseite.de“. Sie laden diese Datei in der Google Search Console unter “Links” und dann “Disavow Links” hoch. Google wendet diese Datei dann kontinuierlich an.

04 Betreuung in allen Bereichen

Links selbst entfernen, wenn möglich

Wenn Sie Links selbst verursacht haben, kontaktieren Sie die Webmaster derjenigen Seiten, auf denen Ihre Links stehen, und bitten Sie um Entfernung. Das ist oft erfolgreich bei legitimen Websites.

Dokumentieren Sie diese Bemühungen. Dann laden Sie eine Disavow-Datei hoch und erklären in der Google Search Console, dass Sie diese Links nicht selbst gesetzt haben oder dass Sie sie entfernt haben.

05 SEO vom Profi

Monitoring einrichten

Achten Sie auf neue Backlinks. Nutzen Sie dafür Benachrichtigungen in den SEO-Tools oder Google Search Console. So bemerken Sie schnell, wenn gehackte Seiten auf Sie verlinken oder wenn Sie Opfer eines Konkurrenten-Angriffs werden, der Ihnen absichtlich schlechte Links zuweist.

Die 2026-Realität: Warum Bad Neighbourhood heute weniger kritisch ist

Google hat seine Fähigkeiten entwickelt. Das Unternehmen kann heute sehr genau erkennen, welche Links Spam sind und welche nicht. Das bedeutet konkret: Google ignoriert die meisten Spam-Links automatisch. Sie schaden nicht, weil Google sie gar nicht berücksichtigt.

Das hat mehrere Konsequenzen für Sie. Erstens brauchen Sie nicht in Panik zu geraten, wenn Sie ein paar Spam-Links finden. Zweitens ist Bad Neighbourhood nicht mehr der primäre Grund für Ranking-Verluste. Wenn Ihre Rankings fallen, liegt das meist an anderen Faktoren. Das kann schwacher Content ebenso sein wie technische Probleme oder fehlende Relevanz sein.

Manuelle Abstrafungen wegen schlechter Nachbarschaft sind heute seltener. Google geht lieber automatisch vor und filtert die Spam-Links. Eine manuelle Abstrafung erfolgt meist nur noch bei massivem Missbrauch oder wenn Sie aktiv gegen Googles Richtlinien verstoßen haben.

Das bedeutet nicht, dass Backlinks unwichtig sind. Im Gegenteil. Aber der Fokus hat sich verschoben. Statt sich vor schlechten Links zu fürchten, sollten Sie sich fragen: Welche guten Links bekomme ich und von welchen relevanten Seiten stammen sie? Ein Link von einer etablierten Website in Ihrer Branche ist heute wertvoller als zehn Links von obskuren Seiten. Das war auch früher schon so, aber heute wird dieser Unterschied noch deutlicher.

Die echte Arbeit liegt in der Linkqualität, nicht in der Abwehr von Bad Neighbourhood. Wenn Sie im Rahmen Ihrer Content-Strategie hochwertige Inhalte schaffen, werden etablierte Seiten auf Sie verlinken. Diese Links sind das, was Ihrem Ranking hilft. Spam-Links spielen eine untergeordnete Rolle.

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FAQs zum Thema Bad Neighbourhood

Philipp Nessmann
Philipp Nessmann

Seit über 20 Jahren im SEO aktiv – mit technischem Tiefgang, Unternehmergeist und dem Blick fürs Wesentliche. Ich habe über 1100 Kunden betreut und erfolgreiche Firmen wie Contentbär, Jurawelt und trauringspezialisten.de aufgebaut.

Wir bewegen uns genau am digitalen Zeitgeist – und sorgen dafür, dass unsere Kunden nicht nur bei Google, sondern auch in KI-Systemen wie ChatGPT, Gemini & Co. ganz oben auftauchen.

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