Core Web Vitals

8. Februar 2026 von Philipp Nessmann

Die einzelnen Metriken im Detail

Jede Core Web Vital Metrik deckt einen spezifischen Aspekt der Nutzererfahrung ab. Die genaue Kenntnis dieser Kennzahlen hilft Ihnen, gezielte Optimierungen vorzunehmen und Schwachstellen Ihrer Website zu identifizieren.

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Largest Contentful Paint (LCP)

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Cumulative Layout Shift (CLS)

03 support

Interaction to Next Paint (INP)

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First Input Delay (FID)

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Time to First Byte (TTFB)

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Total Blocking Time (TBT)

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Analyse und Reporting

Largest Contentful Paint (LCP)

LCP misst die Zeit, bis das größte sichtbare Element im Viewport vollständig geladen ist. Das können Bilder, Videos oder große Textblöcke sein. Google verwendet diese Metrik, um die wahrgenommene Ladegeschwindigkeit zu bewerten. Ein guter LCP-Wert liegt unter 2,5 Sekunden, zwischen 2,5 und 4 Sekunden gilt als verbesserungswürdig, alles darüber als schlecht. Typische Probleme sind zu große Bilder, langsame Serverantwortzeiten oder blockierende Ressourcen im kritischen Rendering-Pfad.

Technische Optimierung

Cumulative Layout Shift (CLS)

CLS erfasst alle unerwarteten Layoutverschiebungen während der gesamten Lebensdauer einer Seite. Das passiert zum Beispiel, wenn Bilder ohne festgelegte Dimensionen nachladen oder Werbebanner plötzlich erscheinen und Inhalte verschieben. Google bewertet CLS-Werte unter 0,1 als gut, zwischen 0,1 und 0,25 als verbesserungswürdig und über 0,25 als schlecht. Ein hoher CLS-Wert frustriert Nutzer, weil sie versehentlich auf falsche Elemente klicken oder den Lesefluss verlieren.

Linkbuilding

Interaction to Next Paint (INP)

INP misst die Reaktionszeit einer Seite auf alle Nutzerinteraktionen wie Klicks, Tippen oder Tastatureingaben. Die Metrik erfasst die Latenz zwischen der Eingabe und dem visuellen Feedback auf dem Bildschirm. Werte unter 200 Millisekunden gelten als gut, zwischen 200 und 500 Millisekunden als verbesserungswürdig, über 500 Millisekunden als schlecht. INP hat im März 2024 den First Input Delay (FID) ersetzt, weil FID nur die erste Interaktion gemessen hat. INP bewertet die gesamte Interaktivität während der Nutzung einer Seite.

Strategie-Review und Planung

First Input Delay (FID) – historisch

FID war bis März 2024 Teil der Core Web Vitals und maß die Zeit zwischen der ersten Nutzerinteraktion und der Reaktion des Browsers darauf. Google hat diese Metrik durch INP ersetzt, weil FID nur einen einzigen Moment erfasste und nicht die durchgängige Reaktionsfähigkeit einer Seite. Websites mit guten FID-Werten hatten teilweise trotzdem Probleme mit der Interaktivität, weil spätere Interaktionen langsam waren. INP liefert ein vollständigeres Bild der Nutzererfahrung.

Content-Erstellung und -Optimierung

Time to First Byte (TTFB)

TTFB misst die Zeit vom Absenden einer Anfrage bis zum Empfang des ersten Bytes der Antwort vom Server. Diese Metrik ist keine offizielle Core Web Vital, beeinflusst aber direkt den LCP-Wert. Ein langsamer Server verzögert den gesamten Ladevorgang. Gute TTFB-Werte liegen unter 800 Millisekunden. Probleme entstehen oft durch langsame Server, fehlende Caching-Mechanismen oder ineffiziente Datenbankabfragen.

Überwachung und Anpassung

Total Blocking Time (TBT)

TBT erfasst die Gesamtzeit, in der der Browser blockiert ist und nicht auf Nutzereingaben reagieren kann. Das passiert, wenn JavaScript-Code lange Aufgaben ausführt. TBT ist ebenfalls keine offizielle Core Web Vital, korreliert aber stark mit INP. Ein hoher TBT-Wert deutet darauf hin, dass die Seite träge reagiert. Werte unter 200 Millisekunden sind ideal, zwischen 200 und 600 Millisekunden verbesserungswürdig, darüber problematisch. Typische Ursachen sind große JavaScript-Bundles oder ineffizienter Code von Third-Party-Scripts.

Core Web Vitals messen

Sie können die Performance Ihrer Website nur verbessern, wenn Sie die aktuellen Werte kennen. Google stellt verschiedene Tools zur Verfügung, die unterschiedliche Aspekte der Core Web Vitals erfassen. Manche Tools zeigen Echtzeitdaten von realen Nutzern, andere simulieren Ladezeiten unter kontrollierten Bedingungen.

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backlinks

PageSpeed Insights:

PageSpeed Insights kombiniert Daten echter Nutzer mit Lighthouse-Analysen. Sie erhalten Werte für LCP, CLS und INP sowie konkrete Optimierungsvorschläge. Das Tool bewertet mobile und Desktop-Versionen getrennt und zeigt priorisierte Verbesserungsvorschläge.

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Web Vitals Extension

Die Web Vitals Chrome Extension zeigt Core Web Vitals in Echtzeit während Sie auf einer Website navigieren. Das Tool misst LCP, CLS und INP direkt im Browser und aktualisiert die Werte bei jeder Interaktion. Sie sehen sofort, welche Elemente Probleme verursachen und können gezielt debuggen.

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Google Search Console:

Die Search Console zeigt Core Web Vitals für alle indexierten Seiten Ihrer Website. Sie finden die Daten unter dem Menüpunkt "Nutzerfreundlichkeit" und dann "Core Web Vitals". Google gruppiert URLs nach ihrem Status: gut, verbesserungswürdig oder schlecht. Die Daten stammen aus dem Chrome User Experience Report und spiegeln die tatsächliche Nutzererfahrung wider.

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Chrome User Experience Report (CrUX):

CrUX sammelt anonymisierte Performance-Daten von Chrome-Nutzern weltweit. Sie rufen diese über PageSpeed Insights, Search Console oder die CrUX-API ab. Der Report liefert realistische Daten von echten Nutzern unter realen Bedingungen.

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Lighthouse:

Lighthouse ist ein Open-Source-Tool von Google, das Sie direkt in Chrome DevTools finden oder als Kommandozeilen-Tool nutzen können. Es simuliert den Ladevorgang unter standardisierten Bedingungen und bewertet Performance, Barrierefreiheit, Best Practices und SEO. Lighthouse misst alle relevanten Metriken inklusive LCP, CLS, TBT und TTFB.

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WebPageTest:

WebPageTest bietet die detaillierteste Analyse aller verfügbaren Tools. Sie können Tests von verschiedenen Standorten weltweit durchführen und unterschiedliche Geräte sowie Verbindungsgeschwindigkeiten simulieren. Das Tool zeigt Film Strip Views, die den Ladevorgang visuell darstellen, und detaillierte Waterfall Charts für jeden einzelnen Request..

Einfluss auf SEO

Google hat Core Web Vitals im Juni 2021 offiziell als Rankingfaktor eingeführt. Seitdem fließen LCP, CLS und INP in die Bewertung Ihrer Website ein. Der Einfluss auf Rankings ist zwar geringer als bei Faktoren wie Relevanz oder Backlinks, macht aber den entscheidenden Unterschied, wenn mehrere Seiten inhaltlich gleichwertig sind. Google bevorzugt Websites, die Nutzern eine schnelle und stabile Erfahrung bieten.

Schlechte Core Web Vitals führen direkt zu höheren Absprungraten. Nutzer verlassen Websites, die langsam laden oder bei denen sich Inhalte während des Lesens verschieben. Studien zeigen, dass eine Verzögerung von nur einer Sekunde beim Laden die Conversion-Rate um bis zu 7 Prozent senken kann. Eine niedrige Absprungrate signalisiert Google, dass Ihre Inhalte relevant sind. Gute Core Web Vitals verbessern die Nutzersignale und damit Ihre Position in den SERPs.

Featured Snippets und andere prominente Platzierungen hängen ebenfalls mit der Performance zusammen. Google bevorzugt für Position Zero Seiten, die schnell laden und technisch einwandfrei funktionieren. Eine Website mit schlechten Core Web Vitals hat geringere Chancen auf Featured Snippets, selbst wenn der Inhalt perfekt strukturiert ist. Das betrifft auch Local Packs, Bildkarussells und andere hervorgehobene Bereiche in den Suchergebnissen.

Linktexte für interne Links

Organischer Traffic steigt nachweislich nach Verbesserungen der Core Web Vitals. Websites, die von “schlecht” auf “gut” wechseln, verzeichnen oft einen messbaren Anstieg in den Rankings. Der Effekt zeigt sich besonders stark in kompetitiven Branchen, wo viele Websites um die vorderen Plätze kämpfen. Core Web Vitals werden zum Tiebreaker, wenn Google zwischen ähnlich qualitativ hochwertigen Inhalten entscheiden muss. Eine Investition in bessere Performance zahlt sich durch mehr Sichtbarkeit und höhere Klickraten aus.

Core Web Vitals und GEO

Die Frage, ob Core Web Vitals auch für Generative Engine Optimization relevant sind, beschäftigt viele SEO Freelancer seit der Einführung von ChatGPT Search, Google AI Overviews und Perplexity. Die kurze Antwort lautet: Der direkte Einfluss ist deutlich geringer als bei klassischem SEO, aber Core Web Vitals spielen indirekt eine Rolle.

KI-Suchmaschinen crawlen Websites anders als traditionelle Suchmaschinen. ChatGPT, Perplexity und Gemini nutzen verschiedene Crawler, die Inhalte indexieren und für Antworten verwenden. Diese Crawler müssen Ihre Website aufrufen, den Inhalt laden und verarbeiten. Eine Website mit schnellen Ladezeiten und guter Serverperformance lässt sich effizienter crawlen. TTFB spielt hier eine wichtige Rolle, weil KI-Crawler oft große Mengen an Seiten in kurzer Zeit abrufen. Eine langsame Website wird möglicherweise weniger häufig gecrawlt oder verliert im Crawl-Budget an Priorität.

Die eigentliche Ausspielung in AI Overviews oder ChatGPT-Antworten hängt primär von anderen Faktoren ab. Relevanz, Aktualität, Autorität und strukturierte Daten haben deutlich mehr Gewicht als Core Web Vitals. KI-Modelle bewerten vor allem die Qualität und Strukturierung des Inhalts. Eine Website kann technisch perfekt sein, wird aber nicht in AI Overviews erscheinen, wenn der Inhalt nicht relevant oder gut strukturiert ist. Umgekehrt können Websites mit durchschnittlichen Core Web Vitals durchaus in KI-Antworten auftauchen, wenn sie die beste Antwort auf eine Frage liefern.

Ein indirekter Zusammenhang besteht über die Nutzersignale. Google AI Overviews bevorzugen Seiten, die bereits in der klassischen Suche gut ranken. Websites mit schlechten Core Web Vitals verlieren Rankings, was wiederum die Wahrscheinlichkeit reduziert, in AI Overviews zu erscheinen. Die Performance wird also nicht direkt von der KI bewertet, beeinflusst aber die Autorität und Sichtbarkeit Ihrer Domain. Eine starke Präsenz in klassischen SERPs erhöht die Chancen auf Ausspielungen in generativen Antworten.
Für die Zukunft zeichnet sich ab, dass technisches SEO auch für GEO wichtiger wird. KI-Systeme bevorzugen Quellen, die sie zuverlässig und schnell abrufen können. Eine Kombination aus strukturierten Daten, schneller Serverantwortzeit und klarer Content-Struktur positioniert Sie optimal für beide Welten. Core Web Vitals allein garantieren keine Sichtbarkeit in AI Overviews, vernachlässigen sollten Sie sie dennoch nicht. Die beste Strategie bleibt eine ganzheitliche GEO Beratung, die sowohl klassisches SEO als auch GEO-Faktoren berücksichtigt.

Technische SEO Checkliste

Mobile-First: Unterschiede zwischen Desktop und Mobile

Google indexiert seit 2019 primär die mobile Version Ihrer Website. Das bedeutet, die mobile Performance entscheidet über Ihr Ranking, selbst wenn Nutzer hauptsächlich über Desktop auf Ihre Inhalte zugreifen. Die Core Web Vitals werden für beide Versionen separat gemessen, die mobilen Werte haben aber das größere Gewicht für Ihr Ranking.

Die Grenzwerte für gute Core Web Vitals bleiben identisch, aber die Erreichbarkeit unterscheidet sich massiv zwischen den Plattformen. Mobile Geräte kämpfen mit schwächerer Hardware, langsameren Verbindungen und kleineren Viewports. Desktop-Computer haben mehr Rechenleistung und meist stabilere Internetanbindungen. Diese technischen Unterschiede führen dazu, dass dieselbe Website auf Mobile deutlich schlechter performt.

 

Core Web Vital Typischer Mobile-Wert Typischer Desktop-Wert Häufigste Probleme Mobile
LCP
3-5 Sekunden
1,5-2,5 Sekunden Zu große Bilder, langsame Verbindung
INP
300-600 ms
100-200 ms Zu viel JavaScript
CLS
0,15-0,25
0,05-0,1 Kleine Touch-Targets, nachladende Elemente

Eine Website kann auf Desktop alle Grenzwerte problemlos erfüllen und auf Mobile komplett durchfallen. Der häufigste SEO Fehler in diesem Zusammenhang ist die Annahme, dass responsive Design ausreicht. Sie müssen aktiv für mobile Endgeräte optimieren: kleinere Bildgrößen für schmale Viewports, reduzierter JavaScript-Code, Lazy Loading für Elemente außerhalb des sichtbaren Bereichs. Touch-Targets brauchen mindestens 48×48 Pixel, um versehentliche Klicks zu vermeiden.

Ihre Optimierungsstrategie sollte mobile-first denken, Desktop aber nicht ignorieren. Testen Sie Änderungen zuerst auf mobilen Geräten mit Chrome DevTools oder echten Smartphones. Eine Website, die auf Mobile gut performt, funktioniert auf Desktop meist problemlos. Der umgekehrte Weg scheitert häufig, weil Desktop-Optimierungen die Einschränkungen mobiler Geräte nicht berücksichtigen. PageSpeed Insights und die Search Console zeigen separate Werte für beide Plattformen. Konzentrieren Sie sich auf die mobilen Metriken, wenn Sie Prioritäten setzen müssen.

Verbesserungsstrategien nach CMS

Die Optimierung von Core Web Vitals hängt stark vom verwendeten CMS oder Shopsystem ab. Manche Plattformen bringen bereits gute Performance-Grundlagen mit, andere erfordern tiefgreifende Anpassungen. WordPress bietet durch seine Plugin-Vielfalt schnelle Lösungen, während Magento ohne dedizierte Server-Ressourcen kaum akzeptable Werte erreicht. Shopsysteme haben grundsätzlich größere Herausforderungen als einfache Content-Websites, weil Produktbilder, Warenkorb-Funktionen und externe Payment-Provider zusätzliche Ressourcen laden.

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Einkommen steigern

WordPress

WordPress ist das flexibelste System für Core Web Vitals Optimierungen. Die größten Probleme entstehen durch schlecht programmierte Themes und zu viele Plugins. Jedes Plugin lädt eigene CSS- und JavaScript-Dateien, die LCP und INP verschlechtern. Sie sollten auf lightweight Themes wie GeneratePress oder Astra setzen, die speziell für Performance entwickelt wurden. Caching-Plugins wie WP Rocket oder LiteSpeed Cache reduzieren TTFB und verbessern alle Metriken spürbar. WordPress eignet sich gut für SEO Betreuung, weil Optimierungen ohne Entwickler-Kenntnisse umsetzbar sind.

Spürbare Verbesserung

WooCommerce

WooCommerce baut auf WordPress auf, bringt aber zusätzliche Performance-Probleme mit. Produktseiten laden oft dutzende Bilder gleichzeitig, was LCP massiv verschlechtert. Sie müssen Lazy Loading für Produktgalerien aktivieren und nur das erste Bild priorisieren.

Der Warenkorb lädt bei vielen Themes per AJAX nach, was zu CLS-Problemen führt. Definieren Sie feste Höhen für Warenkorb-Bereiche und nutzen Sie Skeleton Screens während des Ladens.

WooCommerce-Shops profitieren stark von Object Caching mit Redis oder Memcached. Deaktivieren Sie unnötige Features wie Produktbewertungen oder verwandte Produkte, wenn Sie sie nicht aktiv nutzen.

fehlende

Shopify

Shopify liefert solide Performance-Grundlagen, schränkt aber Optimierungsmöglichkeiten ein. Sie haben keinen Zugriff auf Server-Konfigurationen oder tiefgreifende Code-Anpassungen. Die neueren Shopify-Themes sind gut optimiert, ältere Themes brauchen oft Updates. Apps sind das größte Problem, weil jede App eigene Scripts lädt. Nutzen Sie den Shopify App Store Score, um Performance-Auswirkungen vor der Installation zu prüfen.

Shopify hostet Bilder automatisch über ein CDN und liefert sie optimiert aus. Sie sollten trotzdem Bilder vor dem Upload komprimieren. Liquid-Code können Sie optimieren, um unnötige Datenbankabfragen zu vermeiden. Shopify bietet weniger Kontrolle als selbst gehostete Systeme, erreicht aber mit weniger Aufwand akzeptable Werte.

Hochwertige Links

Magento

Magento ist das anspruchsvollste System für Core Web Vitals. Ohne dedizierte Server mit mindestens 8 GB RAM und SSD-Speicher erreichen Sie keine guten Werte. Magento lädt standardmäßig hunderte JavaScript- und CSS-Dateien, die Sie durch Merging und Minification reduzieren müssen. Varnish Cache ist praktisch Pflicht für akzeptable TTFB-Werte. Redis oder Memcached für Session- und Cache-Storage verbessern die Performance erheblich.

Full Page Cache muss aktiviert sein, sonst lädt jede Seite komplett neu. Magento eignet sich nur für Unternehmen mit technischen Ressourcen oder externer SEO Betreuung durch einen SEO Berater. Die Plattform skaliert gut für große Produktkataloge, braucht aber kontinuierliche Optimierung.

Spürbare Verbesserung

Shopware

Shopware 6 bietet bessere Performance als Magento, stellt aber ähnliche Anforderungen. Das System nutzt moderne Technologien wie Symfony und Vue.js, die bei falscher Konfiguration TBT und INP verschlechtern. HTTP/2 Server Push und moderne Bildformate sollten Sie aktivieren. Shopware lädt standardmäßig viele JavaScript-Komponenten, auch wenn Sie sie nicht nutzen. Deaktivieren Sie unnötige Plugins und prüfen Sie regelmäßig, welche Scripts auf welchen Seiten laden.

Die Shopping Experiences (ehemals Shopping Worlds) können CLS-Probleme verursachen, wenn Elemente ohne feste Dimensionen nachgeladen werden. Nutzen Sie das integrierte HTTP-Caching und kombinieren Sie es mit einem CDN. Shopware erreicht mit richtiger Konfiguration gute Core Web Vitals, braucht aber technisches Know-how.

fehlende

Typo3

Typo3 bietet exzellente Caching-Mechanismen, die bei korrekter Nutzung sehr gute TTFB-Werte ermöglichen. Das System ist komplex in der Einrichtung, liefert aber nach initialer Optimierung stabile Performance. Extensions müssen sorgfältig ausgewählt werden, weil viele veraltete Extensions Performance-Probleme verursachen.

Typo3 eignet sich besonders für große Unternehmenswebsites mit mehreren tausend Seiten. Die Lernkurve ist steil, aber die Kontrolle über alle Performance-Aspekte ist umfassend. Sie sollten PageTS und TypoScript nutzen, um Ressourcen gezielt zu laden und unnötige Requests zu vermeiden.

Technisches SEO: Server, Hosting und Infrastruktur

Die beste CMS-Optimierung bringt nichts, wenn Server und Hosting-Infrastruktur nicht mitspielen. TTFB hängt direkt von der Serverleistung ab und beeinflusst alle anderen Core Web Vitals. Ein langsamer Server verzögert den gesamten Ladevorgang, selbst wenn Ihre Website perfekt programmiert ist.

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01 Handschlagqualität

Server-Ressourcen und Hosting-Wahl

Shared Hosting reicht für kleine Websites mit wenig Website Traffic aus, stößt aber schnell an Grenzen. Sie teilen sich CPU, RAM und Festplattenspeicher mit hunderten anderen Websites. Wenn eine andere Website auf dem gleichen Server hohen Traffic hat, leiden Ihre Core Web Vitals. Managed WordPress Hosting von Anbietern wie Kinsta oder WP Engine bietet bessere Performance durch optimierte Server-Konfigurationen. VPS (Virtual Private Server) gibt Ihnen dedizierte Ressourcen und volle Kontrolle über die Konfiguration.

02 faire Preise

CDN (Content Delivery Network)

Ein CDN speichert statische Ressourcen wie Bilder, CSS und JavaScript auf Servern weltweit. Nutzer laden diese Dateien vom geografisch nächsten Server, was LCP und TTFB deutlich verbessert. Cloudflare bietet einen kostenlosen Plan, der für viele Websites ausreicht. Cloudflare CDN, Amazon CloudFront oder Fastly eignen sich für größere Projekte.

Das CDN sollte moderne Bildformate wie WebP und AVIF unterstützen und automatisch ausliefern. Einige CDNs bieten auch Brotli-Komprimierung, die besser als Gzip komprimiert.

03 SEO vom Profi

HTTP/2 und HTTP/3

HTTP/2 ermöglicht Multiplexing, wodurch mehrere Ressourcen gleichzeitig über eine Verbindung geladen werden. Das reduziert die Anzahl der Roundtrips und verbessert LCP. Die meisten modernen Server unterstützen HTTP/2, Sie müssen es aber in der Konfiguration aktivieren.

HTTP/3 nutzt QUIC statt TCP und verbessert die Performance bei instabilen Verbindungen weiter. Cloudflare und große CDN-Anbieter unterstützen HTTP/3 bereits. Prüfen Sie in den Chrome DevTools unter Network, ob Ihre Website HTTP/2 oder HTTP/3 nutzt.

04 Transparente Arbeitsweise

Komprimierung

Gzip-Komprimierung sollte für alle Textressourcen aktiviert sein. CSS, JavaScript und HTML lassen sich auf 20 bis 30 Prozent der Originalgröße reduzieren. Brotli komprimiert noch effizienter als Gzip, braucht aber mehr Server-Ressourcen. Moderne Server wie Nginx oder Apache unterstützen beide Methoden.

Sie aktivieren Komprimierung in der Server-Konfiguration oder über .htaccess-Dateien. PageSpeed Insights zeigt Ihnen, ob Komprimierung aktiviert ist und wie viel Datenmenge Sie einsparen können.

05 umfangreiches Know-How

Caching-Strategien

Browser-Caching spart Ladezeit bei wiederkehrenden Besuchern. Sie definieren in HTTP-Headern, wie lange der Browser Ressourcen lokal speichern soll. Statische Dateien wie Bilder, CSS und JavaScript sollten lange Cache-Zeiten haben, HTML-Seiten kürzere. Server-seitiges Caching generiert HTML einmal und liefert es an alle Nutzer aus, bis sich Inhalte ändern.

Varnish Cache oder Redis eignen sich für fortgeschrittenes Caching. Object Caching speichert Datenbankabfragen zwischen und reduziert die Serverlast. WordPress-Plugins wie Redis Object Cache implementieren das mit wenigen Klicks.

06 Bilder Optimierung

Datenbank-Optimierung

Eine aufgeblähte Datenbank verlangsamt jede Anfrage. WordPress speichert Post Revisions, Spam-Kommentare und transiente Daten, die regelmäßig gelöscht werden sollten. Plugins wie WP-Optimize bereinigen die Datenbank automatisch. Indizes auf häufig abgefragten Spalten beschleunigen Datenbankabfragen erheblich.

Bei Magento und anderen großen Shopsystemen sollten Sie regelmäßig nicht genutzte Logs löschen. Eine optimierte Datenbank verbessert TTFB direkt.

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Server-Response-Time (TTFB)

TTFB unter 600 Millisekunden ist gut, unter 200 Millisekunden exzellent. Langsame TTFB-Werte deuten auf Server-Probleme, ineffiziente Datenbankabfragen oder fehlende Caching-Mechanismen hin. Prüfen Sie die Server-Logs, um Engpässe zu identifizieren. PHP-Versionen sollten aktuell sein, weil neuere Versionen deutlich schneller sind.

PHP 8.2 ist merklich schneller als PHP 7.4. OPcache beschleunigt PHP-Ausführung durch Zwischenspeicherung von kompiliertem Code. Die meisten Hoster aktivieren OPcache standardmäßig, prüfen Sie es aber in der phpinfo().

Typische Probleme und Lösungen

Trotz aller Optimierungsbemühungen tauchen immer wieder dieselben Fehler auf, die Core Web Vitals verschlechtern. Diese Probleme lassen sich in den meisten Fällen mit gezielten Maßnahmen beheben. Die folgenden sechs Fehler verursachen die häufigsten Performance-Einbußen.

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Nicht optimierte Bilder

Bilder sind in über 70 Prozent der Fälle verantwortlich für schlechte LCP-Werte. Viele Websites laden Bilder in Originalgröße, obwohl sie deutlich kleiner dargestellt werden. Ein Produktbild mit 3000×3000 Pixeln und 2 MB Dateigröße braucht auf Mobile mehrere Sekunden zum Laden.

Komprimieren Sie Bilder vor dem Upload auf maximal 80 Prozent Qualität. Nutzen Sie moderne Formate wie WebP oder AVIF, die bei gleicher Qualität 30 bis 50 Prozent kleiner sind als JPEG. Definieren Sie Width- und Height-Attribute in IMG-Tags, um CLS zu vermeiden. Lazy Loading für Bilder außerhalb des Viewports reduziert die initiale Lademenge.

Graph wachsender Traffic

Render-blocking Resources

CSS- und JavaScript-Dateien blockieren oft das Rendering der Seite. Der Browser muss diese Dateien herunterladen und verarbeiten, bevor er Inhalte anzeigt. Das verzögert LCP erheblich. Verschieben Sie nicht-kritisches CSS in separate Dateien und laden Sie es asynchron. Inline-CSS für above-the-fold Content beschleunigt die erste Darstellung.

JavaScript sollten Sie am Ende des Body-Tags laden oder mit defer/async-Attributen versehen. Kritisches JavaScript können Sie inline einbetten, wenn es sehr klein ist. Tools wie Critical CSS Generator extrahieren automatisch das CSS für den sichtbaren Bereich.

Deutschlandweit aktiv

Third-Party-Scripts

Google Analytics, Facebook Pixel, Chatbots und andere externe Scripts verschlechtern INP und TBT massiv. Jedes Script führt eigenen Code aus und blockiert den Main Thread. Laden Sie Third-Party-Scripts asynchron und verzögern Sie das Laden bis zur ersten Nutzerinteraktion. Google Tag Manager hilft, Scripts zentral zu verwalten und kontrolliert zu laden.

Prüfen Sie regelmäßig, welche Scripts Sie noch benötigen. Alte Tracking-Codes oder nicht genutzte Marketing-Tools sollten Sie entfernen. Consent-Management-Plattformen laden oft dutzende Scripts, bevor der Nutzer überhaupt Cookies akzeptiert hat.

Zielgruppenfokussierung

Unoptimierte Web Fonts

Custom Fonts verzögern die Textdarstellung und verursachen Layout-Shifts. Browser laden Fonts standardmäßig, bevor sie Text anzeigen (Flash of Invisible Text). Das verschlechtert LCP und CLS. Nutzen Sie font-display: swap in Ihrer CSS-Datei, damit der Browser System-Fonts anzeigt, bis Custom Fonts geladen sind. Laden Sie nur die Font-Weights, die Sie tatsächlich nutzen.

Viele Websites laden Light, Regular, Medium, Bold und Black, nutzen aber nur Regular und Bold. Hosten Sie Fonts selbst statt über Google Fonts, um DNS-Lookups zu sparen. Subset-Fonts enthalten nur die Zeichen, die Sie benötigen, und sind deutlich kleiner.

organische Suche

Fehlende oder falsche Cache-Header

Ohne korrekte Cache-Header laden wiederkehrende Besucher alle Ressourcen neu. Das verschlechtert LCP bei jedem Besuch. Setzen Sie lange Cache-Zeiten für statische Ressourcen wie Bilder, CSS und JavaScript. Ein Jahr ist für diese Dateien angemessen. Nutzen Sie Cache-Busting durch Versionsnummern in Dateiname, um Updates zu erzwingen.

HTML-Seiten sollten kürzere Cache-Zeiten haben, damit Änderungen schnell sichtbar werden. Prüfen Sie Cache-Header in den Chrome DevTools unter Network. Fehlende oder zu kurze Cache-Header zwingen Browser zu unnötigen Downloads.

Frage und Antwort Icon

Zu viele Requests

Jede HTTP-Anfrage kostet Zeit, selbst bei HTTP/2. Websites mit 150 oder mehr Requests haben Probleme, gute Core Web Vitals zu erreichen. Kombinieren Sie CSS-Dateien in eine einzige Datei. Nutzen Sie Sprite-Sheets für Icons statt einzelner Bild-Dateien. Inline SVGs direkt im HTML statt als externe Dateien.

Entfernen Sie unnötige Plugins oder Module, die eigene Ressourcen laden. Jedes Social-Media-Icon, das von einem externen Server geladen wird, ist ein zusätzlicher Request. Hosten Sie alle Ressourcen selbst oder über Ihr CDN. PageSpeed Insights zeigt Ihnen die Anzahl der Requests und welche am längsten dauern.

FAQs zu den Core Web Vitals

Philipp Nessmann
Philipp Nessmann

Seit über 20 Jahren im SEO aktiv – mit technischem Tiefgang, Unternehmergeist und dem Blick fürs Wesentliche. Ich habe über 1100 Kunden betreut und erfolgreiche Firmen wie Contentbär, Jurawelt und trauringspezialisten.de aufgebaut.

Wir bewegen uns genau am digitalen Zeitgeist – und sorgen dafür, dass unsere Kunden nicht nur bei Google, sondern auch in KI-Systemen wie ChatGPT, Gemini & Co. ganz oben auftauchen.

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