Impressionen

27. Dezember 2025 von Philipp Nessmann

Impressionen im SEO, in Ads und auf Social Media

Die Metrik heißt überall gleich, aber die Bedeutung unterscheidet sich erheblich. Was in der organischen Suche als Erfolg gilt, kann in Google Ads ein Warnsignal sein. Auf Social Media gelten wieder andere Regeln.

Die Gemeinsamkeit: Ansichten allein bringen Ihnen nichts. Sie brauchen die Interaktion, die darauf folgt. Der Unterschied liegt darin, wie Sie diese Interaktion messen und bewerten müssen.

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Suchmaschinenoptimierung

Im SEO zählt Google eine Impression, sobald Ihre Website in den Suchergebnissen erscheint und für den Nutzer sichtbar ist. Sie zahlen nichts dafür. Die Impression zeigt nur, dass Google Ihre Seite für eine bestimmte Suchanfrage relevant hält.

Hohe Zahlen ohne entsprechende Klicks deuten darauf hin, dass Ihr Snippet nicht überzeugt oder Sie für die falschen Keywords ranken.

Icon Ansprechpartner

Google Ads

Bei Google Ads funktioniert das System ähnlich, aber mit einem entscheidenden Unterschied: Sie zahlen pro Klick, nicht pro Impression. Trotzdem beeinflusst die Anzahl der Impressionen Ihren Qualitätsfaktor.

Wird Ihre Anzeige oft angezeigt, aber selten geklickt, stuft Google sie als weniger relevant ein. Das erhöht Ihre Kosten pro Klick. Hier wollen Sie also nicht möglichst viele, sondern die richtigen.

Icon Regeln

Social Media

Auf Social Media bekommen Sie eine Impression, wenn Ihr Post im Feed eines Nutzers auftaucht. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Nutzer tatsächlich stehen bleibt oder einfach weiterscrollt.

Plattformen wie Instagram oder LinkedIn zählen auch mehrfache Ansichten desselben Nutzers. Ein Post mit 10.000 Impressionen kann also auch bedeuten, dass 2.000 Menschen ihn fünfmal gesehen haben. Das verwässert die Aussagekraft.

Welche Arten von Impressionen gibt es im SEO?

Google zählt Impressionen unterschiedlich, je nachdem wo Ihr Inhalt erscheint. Die Search Console trennt diese Daten, damit Sie genau sehen, welche Art von Suche Traffic bringt.

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Einkommen steigern

Listenansicht in der organischen Suche

Das ist die klassische Google-Suche, die Sie kennen. Ein Nutzer gibt einen Suchbegriff ein und bekommt eine Liste mit Ergebnissen. Ihre Website erscheint dort mit Meta Title, Meta Description und URL. Google zählt eine Impression, sobald Ihr Ergebnis im sichtbaren Bereich des Bildschirms liegt.

Scrollt der Nutzer nicht bis zu Position 15, wird diese Position auch nicht als Impression gezählt. Die CTR hängt stark von Ihrer Position ab. Position 1 liegt oft bei 27 bis 32 , Position 10 nur noch bei 1 bis 2 Prozent.

Spürbare Verbesserung

Bildersuche

Nutzer suchen gezielt nach Bildern, nicht nach Websites. Ihre Bilder erscheinen in einem Raster. Eine Impression entsteht, wenn Ihr Bild im Raster sichtbar wird. Der Nutzer muss es nicht anklicken oder vergrößern. Die CTR liegt hier deutlich niedriger als in der klassischen Suche, oft unter 5 Prozent.

Das liegt daran, dass Nutzer viele Bilder gleichzeitig sehen und nur wenige tatsächlich öffnen. Hohe Impressionen in der Bildersuche bedeuten also nicht automatisch viel Traffic.

fehlende

Google Discover

Discover zeigt Nutzern Inhalte, ohne dass sie aktiv danach suchen. Google wählt Artikel aus, die zu den Interessen des Nutzers passen. Ihre Inhalte erscheinen als Karten mit Bild, Überschrift und Textanriss. Eine Impression wird gezählt, sobald die Karte im Feed erscheint. Discover-Impressionen schwanken extrem.

Sie können an einem Tag 50.000 Impressionen haben und am nächsten Tag null. Das hängt davon ab, ob Google Ihren Inhalt gerade als relevant einstuft. Sie haben wenig Kontrolle darüber.

Hochwertige Links

Videos

Ihre Videos können in verschiedenen Bereichen erscheinen: in der normalen Suche, in der Video-Suche oder als Teil von Rich Results. Eine Impression wird gezählt, wenn das Video-Thumbnail sichtbar wird. YouTube-Videos werden in der Search Console separat erfasst, wenn Sie Ihren YouTube-Kanal verknüpft haben.

Videos in der Suche haben oft eine höhere CTR als Text-Snippets, weil sie visuell hervorstechen. Die Zahlen variieren stark nach Thema und Format.

Wo Sie Ihre Impressionen finden

Die Daten liegen bereit, Sie müssen nur wissen, wo Sie nachsehen. Jede Plattform hat ihre eigenen Tools, und die Zahlen unterscheiden sich je nachdem, welchen Kanal Sie analysieren.

Google Ads Impressionen

Google Werbeanzeigen

Google Ads zeigt Impressionen direkt im Dashboard. Gehen Sie auf “Kampagnen” und Sie sehen die Werte pro Anzeigengruppe, Keyword oder Anzeige. Die Daten aktualisieren sich nahezu in Echtzeit.

Sie können nach Zeitraum, Gerät, Standort und anderen Dimensionen filtern. Diese helfen Ihnen zu verstehen, wie oft Ihre Anzeigen ausgespielt werden und ob Ihr Budget ausreicht, um alle möglichen Impressionen zu erfassen.

Impressionen SEO

SEO

Für SEO nutzen Sie die Google Search Console. Melden Sie sich an, wählen Sie Ihre Property aus und gehen Sie auf “Leistung“. Dort sehen Sie Impressionen, Klicks, die durchschnittliche Position und die CTR. Sie können nach Suchanfragen, Seiten, Ländern, Geräten und Darstellung filtern.

Die Daten zeigen Ihnen, für welche Keywords Sie ranken und wie oft Nutzer Ihre Seite in den Suchergebnissen gesehen haben. Die Search Console liefert Daten mit einer Verzögerung von ein bis zwei Tagen.

Facebook Impressionen

Facebook & Co.

Auf Social Media finden Sie die Zahlen in den jeweiligen Analytics-Bereichen. Bei Facebook und Instagram gehen Sie in den Meta Business Suite unter “Insights“. LinkedIn bietet Statistiken direkt unter jedem Post oder im Analytics-Bereich Ihrer Unternehmensseite.

Twitter zeigt Impressionen unter “Analytics” und TikTok unter “Creator Tools“. Jede Plattform hat eine leicht unterschiedliche Definition, aber das Prinzip bleibt gleich: Sie sehen, wie oft Ihr Content angezeigt wurde.

Auf die richtge Interpretation kommt es an

Hohe Impressionen sehen auf den ersten Blick gut aus. Sie täuschen aber oft darüber hinweg, dass etwas nicht funktioniert. Die Zahl allein sagt nichts über den Erfolg Ihrer Inhalte aus.

JavaScript SEO

Impressionen allein sagen wenig aus

Sie können 100.000 Impressionen haben und trotzdem keinen einzigen Besucher auf Ihrer Website. Die Metrik zeigt nur, dass Ihr Inhalt angezeigt wurde.

Ob er relevant war, ob er überzeugt hat, ob er zur Suchanfrage passte, das alles geht allerdings nicht direkt hervor. Sie brauchen immer die Kombination mit anderen Kennzahlen, um ein klares Bild zu bekommen.

Das Verhältnis zur Klickrate zählt

Die CTR setzt Klicks ins Verhältnis zu Impressionen. Sie zeigt, wie viele Nutzer Ihr Ergebnis gesehen und dann tatsächlich darauf geklickt haben. Eine CTR von 5 Prozent bedeutet: Von 100 Darstellungen führen 5 zu einem Klick.

Wenn Sie auf Position 3 ranken, aber nur eine CTR von 5 Prozent haben, stimmt meist etwas mit Ihrem Snippet nicht. Der Titel überzeugt nicht, die Meta-Beschreibung passt nicht zur Suchanfrage oder die URL wirkt unseriös.

Wann hohe Impressionen ein Problem sein können

Sie ranken für ein Keyword mit 50.000 Suchanfragen pro Monat, erhalten 40.000 Impressionen, aber nur 200 Klicks. Das ist ein klares Warnsignal. Entweder ranken Sie für die falsche Suchintention oder Ihr Snippet spricht die Nutzer nicht an.

In Google Ads kosten Sie zwar kein Geld, aber sie verschlechtern Ihren Qualitätsfaktor, wenn die CTR niedrig bleibt. Das führt zu höheren Kosten pro Klick. Im SEO verschwenden Sie Potenzial, weil Sie Sichtbarkeit haben, sie aber nicht nutzen.

Wann niedrige Werte kein Problem sind

Ranken Sie für ein Nischenkeyword mit 100 Suchanfragen pro Monat und erhalten 80 Impressionen bei einer CTR von 30 Prozent, läuft alles richtig. Die niedrige Zahl liegt am Suchvolumen, nicht an Ihrer Leistung. Sie erreichen genau die Nutzer, die nach Ihrem Angebot suchen, und überzeugen sie.

Das bringt mehr als 10.000 Impressions für ein Keyword, bei dem Nutzer nach etwas anderem suchen als dem, was Sie anbieten.

Schauen Sie sich immer an, für welche Keywords Sie Impressionen bekommen. Passen die Suchanfragen zu Ihrem Inhalt? Wenn nicht, optimieren Sie Ihren Content oder passen Sie Ihre Keyword-Strategie an. Impressions sind der Anfang, nicht das Ziel.

SEO Schulungen Leitung

Impressionen in AIOS: ChatGPT, Perplexity und Co.

Nutzer suchen nicht mehr nur bei Google. ChatGPT, Perplexity und andere KI-Systeme liefern Antworten, ohne dass jemand eine Website besuchen muss. Das verändert, wie Sichtbarkeit funktioniert.

Diese Tools zeigen keine Suchergebnisse. Sie generieren Antworten und nennen manchmal Quellen. Ob Ihre Website dabei auftaucht, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, ist jedoch fragiler, da deutlich weniger Ergebnisse angezeigt werden als bei der klassischen Google-Suche. Rankings oder Positionen gibt es nicht.

Wenn die KI Ihre Seite als Quelle anzeigt, entsteht eine Impression. Viele Nutzer klicken aber nicht, weil sie die Antwort bereits haben.

Google zeigt seit März 2025 auch in Deutschland AI Overviews. Diese KI-generierten Zusammenfassungen erscheinen über den organischen Ergebnissen. Seit Juni 2025 zählt die Search Console die Kennzahlen aus diesen Overviews. Sie sehen jetzt, wie oft Ihre Website dort als Quelle genannt wurde.

Die Zahlen zeigen ein neues Muster: Impressionen steigen, Klicks sinken. Nutzer bekommen die Antwort direkt und öffnen keine Websites mehr. Das betrifft vor allem informationsorientierte Suchanfragen. Wer wissen will, was ein Begriff bedeutet, braucht keine Website zu besuchen. Bei transaktionalen Suchanfragen bleibt der Traffic stabiler, weil KI keine Käufe oder Buchungen durchführen kann.

Fokus Keyword

Häufige Fehler bei der Auswertung

Die Daten liegen vor Ihnen. Sie sehen Zahlen, Diagramme, Entwicklungen über Wochen und Monate. Trotzdem ziehen viele die falschen Schlüsse. Das Problem liegt nicht an fehlenden Informationen, sondern daran, wie Sie sie interpretieren. Wer Impressionen falsch deutet, trifft Entscheidungen, die nicht funktionieren.

Sie optimieren an der falschen Stelle, investieren Zeit in Keywords, die nichts bringen, oder ignorieren Signale, die auf echte Probleme hinweisen. Diese Fehler passieren täglich, auch dem ein oder anderen SEO Berater und Marketing-Verantwortlichen. Sie lassen sich vermeiden, wenn Sie wissen, worauf Sie achten müssen.

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Impressionen mit Reichweite verwechseln

Hohe Impressionen bedeuten nicht automatisch große Reichweite. Eine Impression zeigt nur, dass Ihr Inhalt angezeigt wurde. Ob ihn jemand gesehen, gelesen oder wahrgenommen hat, bleibt offen.

Sie können 50.000 Impressions haben und trotzdem nur 100 Menschen erreichen, die tatsächlich aufmerksam waren. Reichweite entsteht erst, wenn Nutzer mit Ihrem Inhalt interagieren.

organische Suche

Die CTR ignorieren

Bei einem Blick auf die Impressionen scheint alles in Ordnung, doch der Teufel steckt oft im Detail. Wenn gleichzeitig die CTR sinkt, haben Sie ein Problem. Sie ranken möglicherweise für irrelevante Keywords oder Ihr Snippet überzeugt nicht.

Die Kombination aus Impressionen und CTR zeigt, ob Ihre Sichtbarkeit auch zu Traffic führt.

Frage und Antwort Icon

Panik bei steigenden Impressionen und sinkenden Klicks

Ihre Impressionen verdoppeln sich, aber die Klicks bleiben gleich oder sinken. Das löst oft Alarm aus. Dabei kann der Grund harmlos sein: Google zeigt Ihre Seite für mehr Suchanfragen, die aber nicht zu Ihrer Zielgruppe passen. Schauen Sie sich die konkreten Keywords an.

Oft ranken Sie plötzlich für Longtail-Begriffe mit niedriger Suchintention. Das bringt Impressionen, aber keine Klicks. Kein Grund zur Sorge, solange die CTR für Ihre Haupt-Keywords stabil bleibt.

Zielgruppenfokussierung

Impressionen über verschiedene Kanäle vergleichen

Eine Impression in der organischen Suche ist nicht dasselbe wie eine Impression auf Instagram. Trotzdem vergleichen viele die Zahlen direkt und wundern sich über Unterschiede.

In der Bildersuche liegt die durchschnittliche CTR bei 3 bis 5 Prozent, in der organischen Suche bei 15 bis 25 Prozent für gute Positionen. Diese Zahlen können Sie nicht gleichsetzen. Jeder Kanal hat seine eigenen Benchmarks.

Graph wachsender Traffic

Nur auf die Gesamtzahl schauen

Die Gesamtzahl sagt wenig aus. Sie müssen nach Keywords, Seiten und Geräten filtern. Vielleicht variieren die Werte je nach Geräten oder Keywords sehr stark.

Oder eine Seite performt gut, während andere untergehen. Die Details zeigen, wo Sie optimieren müssen. Die Gesamtzahl versteckt diese Informationen.

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Kurzfristige Schwankungen überbewerten

Impressionen schwanken. Das ist normal. Ein Rückgang von 20 Prozent an einem Tag bedeutet nicht, dass Ihre Website abgestraft wurde. Vielleicht war es ein Feiertag, vielleicht hat Google ein Update ausgerollt, das sich wieder normalisiert.

Schauen Sie sich Trends über Wochen und Monate an, nicht über einzelne Tage. Kurzfristige Ausreißer führen zu Fehlentscheidungen.

FAQs zu Impressionen

Philipp Nessmann
Philipp Nessmann

Seit über 20 Jahren im SEO aktiv – mit technischem Tiefgang, Unternehmergeist und dem Blick fürs Wesentliche. Ich habe über 1100 Kunden betreut und erfolgreiche Firmen wie Contentbär, Jurawelt und trauringspezialisten.de aufgebaut.

Wir bewegen uns genau am digitalen Zeitgeist – und sorgen dafür, dass unsere Kunden nicht nur bei Google, sondern auch in KI-Systemen wie ChatGPT, Gemini & Co. ganz oben auftauchen.

Referenzen

Contentbär Blog

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