SEO Tipps

23. February 2026 von Philipp Nessmann

So hat sich die Google-Suche 2026 verändert

Wer heute eine Suchanfrage bei Google eingibt, bekommt häufig eine direkte Antwort, noch bevor die organischen Ergebnisse erscheinen. Google nennt das AI Overviews. Diese Zusammenfassungen erscheinen vor allem bei informationellen Suchanfragen, also bei Fragen, die mit “Wie“, “Was” oder “Warum” beginnen. Für Sie als Website-Betreiber bedeutet das: Selbst wenn Sie für ein Keyword auf Platz 1 ranken, kann ein Teil der Nutzer die Antwort direkt auf der Suchergebnisseite lesen, ohne Ihre Seite zu besuchen.

Das verändert, welche Keywords es noch wert sind, gezielt zu bespielen. Keywords, bei denen Google eine direkte Antwort liefert, bringen weniger Klicks als früher. Keywords mit kommerziellem oder vergleichendem Suchinteresse, also Anfragen, bei denen jemand kaufen, buchen oder Anbieter vergleichen will, sind davon weniger betroffen, weil Google dort keine vollständige Antwort geben kann.

Parallel dazu nutzen immer mehr Menschen ChatGPT und Perplexity als Sucheinstieg. Diese Systeme antworten eigenständig und nennen Quellen, die sie für glaubwürdig halten. Welche Seiten sie zitieren, hängt von anderen Kriterien ab als klassische Google-Rankings, wobei Struktur, Quellenklarheit und nachweisbare Expertise eine große Rolle spielen.

Die gute Nachricht: Wer bei Google gut rankt, hat eine solide Ausgangsposition, um auch in diesen Systemen zu erscheinen. Die Maßnahmen, womit Sie Ihr Google Ranking verbessern, zahlen größtenteils auf dieselben Kriterien ein, nach denen KI-Suchsysteme ihre Quellen auswählen. Wo die Unterschiede liegen, zeigen die folgenden Abschnitte.

Backlinks kaufen Fazit

Die richtigen Keywords finden

Bevor Sie einen einzigen Satz schreiben, sollten Sie wissen, wonach Ihre Zielgruppe sucht und was sie mit dieser Suche beabsichtigt. Genau das ist der Kern der Keyword-Recherche: nicht einfach Begriffe sammeln, sondern verstehen, welche Absicht hinter einer Suchanfrage steckt.

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Tipp 1: Search Intent vor Suchvolumen prüfen

Jedes Keyword hat einen Search Intent, also einen Grund, warum jemand genau diesen Begriff eingibt. Google unterscheidet vier Grundtypen: informationell (jemand will etwas verstehen), navigational (jemand sucht eine bestimmte Website), kommerziell (jemand vergleicht Optionen) und transaktional (jemand will kaufen oder buchen).

Die Suchintention eines Keywords erkennen Sie, indem Sie es bei Google eingeben und schauen, welche Art von Ergebnissen erscheint. Zeigt Google Ratgeberartikel, erwartet es einen Ratgeberartikel. Zeigt es Produktseiten, erwartet es eine Produktseite. Wer dagegen optimiert, wird nicht ranken, unabhängig davon, wie gut der Text ist.

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Tipp 2: Wettbewerb genauso bewerten wie Suchvolumen

Ein hohes Suchvolumen klingt verlockend, sagt aber nichts darüber aus, ob Sie eine realistische Chance haben, dafür zu ranken. Schauen Sie sich die Seiten an, die für ein Keyword bereits auf Seite 1 stehen. Wenn dort ausschließlich etablierte Domains mit vielen Backlinks und langer Geschichte ranken, wird eine neue oder kleine Website kaum eine Chance haben.

Ein Keyword mit 300 Suchanfragen pro Monat, bei dem schwächere Seiten ranken, bringt Ihnen mehr Traffic als eines mit 5.000 Suchanfragen, das von starken Domains dominiert wird. Tools wie Ahrefs, Semrush oder Ubersuggest zeigen Ihnen die Keyword Difficulty, einen Wert, der den Wettbewerb einschätzt.

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Tipp 3: W-Fragen als Unterthemen verwenden

Zu jedem Hauptkeyword gibt es Fragen, die Menschen in direktem Zusammenhang stellen. “Wie lange dauert SEO?“, “Was kostet SEO?”, “Warum rankt meine Seite nicht?”. Diese Fragen zeigen Ihnen, welche Unterthemen Ihr Artikel abdecken sollte, um das Thema vollständig zu behandeln.

Google zeigt Ihnen viele davon direkt in den Suchergebnissen unter “Weitere Fragen“. Wer diese Fragen im Artikel beantwortet, deckt Long-Tail-Suchanfragen ab und erhöht gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, in KI-Suchantworten zitiert zu werden, weil diese Systeme klar formulierte Fragen mit klar formulierten Antworten bevorzugen.

Inhalte schreiben, die ranken und zitiert werden

Guter Content bedeutet 2026 nicht, möglichst viel Text zu einem Thema zu produzieren. Es geht darum, eine Suchanfrage vollständig und klar zu beantworten, in einem Format, das Google versteht und das KI-Suchsysteme als Quelle verwenden können.

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04 Handschlagqualität

Die direkte Antwort an den Anfang stellen

Wer einen Artikel mit einer langen Einleitung beginnt, bevor er zur eigentlichen Antwort kommt, verliert Leser und Ranking-Chancen. Stellen Sie die Kernantwort auf Ihre Hauptfrage in die ersten zwei Absätze. KI-Suchsysteme lesen Inhalte nicht linear, sie suchen nach der relevantesten Passage. Wer die Antwort klar und früh platziert, erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass genau dieser Abschnitt zitiert wird. Das gilt auch für klassische Google-Rankings: Seiten, die Nutzer sofort abholen, haben eine niedrige Absprungrate, was Google als positives Signal wertet.

05 umfangreiches Know-How

FAQ-Abschnitte gezielt einsetzen

Ein FAQ-Abschnitt am Ende eines Artikels ist kein Füllmaterial, sondern ein strukturelles Werkzeug. KI-Suchsysteme extrahieren bevorzugt klar abgegrenzte Frage-Antwort-Paare, weil sie diese als eigenständige Informationseinheit verarbeiten können.

Formulieren Sie die Fragen so, wie Ihre Zielgruppe sie tatsächlich stellt, und beantworten Sie jede Frage in zwei bis vier Sätzen direkt darunter. Google zeigt FAQ-Inhalte mit Schema Markup als Rich Snippets in den Suchergebnissen, was Ihre Sichtbarkeit erhöht, ohne dass jemand auf Ihre Seite klicken muss.

06 Transparente Arbeitsweise

Tiefe vor Länge

Ein langer Artikel ist nicht automatisch ein guter Artikel. Was Google bewertet, ist ob ein Inhalt ein Thema vollständig behandelt, also alle relevanten Fragen beantwortet, die jemand zu diesem Keyword haben könnte. Schreiben Sie so viel, wie das Thema braucht, und nicht mehr. Drei oberflächliche Absätze zu einem Unterthema sind weniger wert als ein einziger Absatz, der die Frage klar beantwortet. Prüfen Sie nach dem Schreiben, ob jeder Abschnitt eine konkrete Frage beantwortet. Wenn nicht, streichen oder überarbeiten Sie ihn.

07 Betreuung in allen Bereichen

Aussagen mit Fakten belegen

Wer Behauptungen ohne Beleg aufstellt, gibt Google und KI-Systemen keinen Grund, die eigene Seite als Quelle zu verwenden. Belegen Sie Aussagen mit konkreten Zahlen, Studien oder nachvollziehbaren Beispielen.

Noch stärker ist es, eigene Daten zu produzieren: eine Umfrage unter Kunden, eine Auswertung eigener Projekte, eine Fallstudie. Wer die einzige Quelle für eine bestimmte Information ist, wird zitiert, weil KI-Systeme auf Primärquellen angewiesen sind.

08 SEO vom Profi

Inhalte regelmäßig aktualisieren

Google bewertet Aktualität als Rankingsignal, vor allem bei Themen, bei denen veraltete Informationen einen Unterschied machen. Perplexity indexiert täglich neue Inhalte. Wer einen Artikel einmal veröffentlicht und nie wieder anfasst, verliert gegenüber Seiten, die regelmäßig aktualisieren. Prüfen Sie bestehende Artikel mindestens einmal pro Jahr, aktualisieren Sie veraltete Informationen und ergänzen Sie neue Erkenntnisse. Das Veröffentlichungsdatum allein reicht nicht, Google erkennt, ob sich der Inhalt tatsächlich verändert hat.

Zeigen, wer hinter dem Inhalt steckt

Google bewertet seit Jahren, ob ein Inhalt von jemandem stammt, der nachweislich Ahnung von dem hat, worüber er schreibt. Das Konzept dahinter heißt E-E-A-T, kurz für Experience, Expertise, Authoritativeness und Trustworthiness. Auf Deutsch: Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit. Was das konkret bedeutet, und was Sie tun können, um diese Signale aufzubauen, zeigen die folgenden drei Tipps.

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Vertragsunterzeichnung Icon

Tipp 9: Ein Autorenprofil anlegen, das Expertise nachweist

Jeder Artikel auf Ihrer Website sollte einem echten Menschen zugeordnet sein, mit Namen, Foto, einer kurzen Beschreibung des beruflichen Hintergrunds und einem Link zu einem öffentlichen Profil wie LinkedIn. Das ist kein kosmetisches Detail. Google wertet Autoreninformationen als Signal dafür, ob ein Inhalt von jemandem mit echtem Fachwissen stammt.

Ein Arzt, der über Medikamente schreibt, rankt gegenüber einem anonymen Artikel mit identischem Inhalt besser, weil Google die Quelle einschätzen kann. Dasselbe gilt für jeden anderen Bereich: Wer seine Expertise sichtbar macht, gibt Google einen Grund, den Inhalt höher zu gewichten.

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Tipp 10: Externe Erwähnungen aufbauen

Was andere Websites, Fachmedien oder Podcasts über Sie schreiben oder sagen, wertet Google als Autoritätssignal stärker als das, was Sie auf der eigenen Website über sich selbst schreiben. Gastbeiträge auf thematisch passenden Portalen, Interviews, Expertenkommentare in Fachartikeln oder Nennungen in Branchenmedien bauen diese Erwähnungen auf.

KI-Suchsysteme wie Perplexity und ChatGPT greifen bei der Quellenauswahl auf ähnliche Signale zurück: Wer im Netz als Quelle zu einem Thema auftaucht, wird häufiger zitiert.

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Tipp 11: Eigene Daten als Primärquelle produzieren

Wer eine Umfrage durchführt, eigene Projekte auswertet oder eine Fallstudie veröffentlicht, schafft Inhalte, die andere zitieren müssen, wenn sie diese Information verwenden wollen. Das  trägt zum OffPage SEO bei und erzeugt Backlinks und Erwähnungen ohne aktives Linkbuilding.

Für KI-Suchsysteme ist das noch direkter: Sie brauchen Fakten, die sie nicht selbst erfinden können. Eine eigene Statistik, ein konkretes Ergebnis aus der Praxis oder eine dokumentierte Erfahrung gibt ihnen genau das.

Technische Grundlagen, die Sie nicht ignorieren können

Technisches SEO ist kein Thema für Entwickler allein. Viele der grundlegenden Maßnahmen können Sie selbst umsetzen oder zumindest prüfen, ob Ihre Website die Mindestanforderungen erfüllt oder die Unterstützung durch einen SEO Berater sinnvoll wäre. Google crawlt und bewertet Ihre Seite auf Basis technischer Signale, bevor es überhaupt den Inhalt gewichtet. Wer hier grundlegende SEO Fehler hat, verliert Ranking-Chancen, unabhängig davon, wie gut die Inhalte sind.

Analyse und Reporting

Tipp 12: Ladezeit mit Google PageSpeed Insights prüfen

Öffnen Sie PageSpeed Insights, geben Sie Ihre URL ein und schauen Sie sich den Score für mobile Geräte an. Dieser Score ist der, der zählt, weil Google Seiten primär in der mobilen Version bewertet.

Das Tool zeigt Ihnen nicht nur eine Zahl, sondern listet konkret auf, was die Ladezeit verlangsamt: zu große Bilder, nicht genutztes JavaScript, fehlende Komprimierung. Arbeiten Sie die Liste von oben nach unten ab, die Punkte mit dem größten Einfluss stehen zuerst.

Icon Suche auf der Website

Tipp 13: Google Search Console einrichten und regelmäßig nutzen

Die Google Search Console ist das direkteste Kommunikationsmittel zwischen Google und Ihrer Website. Sie zeigt Ihnen, welche Seiten Google indexiert hat, welche Keywords Impressionen und Klicks erzeugen, und wo technische Fehler vorliegen, etwa Seiten, die Google nicht crawlen kann.

Richten Sie die Search Console ein, sobald Ihre Website online ist, und prüfen Sie sie mindestens einmal pro Monat. Ein Rückgang bei Impressionen bei gleichbleibenden Rankings ist oft ein frühes Signal, dass AI Overviews Ihren Website Traffic für bestimmte Keywords abgreifen.

Icon API

Tipp 14: Interne Verlinkung bewusst aufbauen

Google folgt Links, um Seiten zu entdecken und zu bewerten. Wer wichtige Seiten von mehreren anderen Seiten der eigenen Website verlinkt, signalisiert Google, dass diese Seiten zentral sind. Prüfen Sie, ob Ihre wichtigsten Seiten, also die, die ranken sollen, von anderen Seiten Ihrer Website verlinkt werden.

Ein einfacher Test: Suchen Sie in Google nach “site:ihredomain.de” und schauen Sie, welche Seiten auftauchen und welche fehlen. Seiten, die Google nicht findet, sind oft schlecht intern verlinkt.

Hochwertige Backlinks

Tipp 15: Schema Markup implementieren

Schema Markup sind strukturierte Daten, die Sie in den Quellcode Ihrer Seite einbauen, damit Google den Inhalt maschinenlesbar versteht. Für einen Artikel bedeutet das: Google weiß, dass es sich um einen Artikel handelt, wer der Autor ist, wann er veröffentlicht wurde und was die Hauptfrage ist, die er beantwortet.

Für FAQ-Abschnitte gibt es eigenes Schema Markup, das Google nutzt, um diese Inhalte als Rich Snippets darzustellen. Viele CMS wie WordPress oder Magento bieten Plugins an, die Schema Markup ohne Programmierkenntnisse hinzufügen, etwa Yoast SEO oder Rank Math.

Was direkt auf der Seite zählt

Onpage SEO ist der Teil der SEO-Arbeit, den Sie vollständig selbst in der Hand haben. Keine externen Abhängigkeiten, kein Warten auf Backlinks. Die folgenden drei Tipps lassen sich für jede Seite Ihrer Website umsetzen, und viele davon können Sie noch heute angehen.

WordPress Betreuung

Tipp 16: Title Tags schreiben, die zum Klicken einladen

Der Title Tag ist der blaue, klickbare Text in den Google-Suchergebnissen. Er ist das Erste, was jemand von Ihrer Seite sieht, noch bevor er auf Ihrer Website ist. Bauen Sie das Hauptkeyword in den Title ein, möglichst am Anfang, und formulieren Sie ihn so, dass er einen konkreten Grund zum Klicken gibt. “SEO-Tipps” ist ein Title. “SEO-Tipps 2026: Was heute wirklich hilft, um gefunden zu werden” ist ein Title, der eine Erwartung weckt. Google zeigt Title Tags bis zu einer Länge von etwa 60 Zeichen vollständig an. Was darüber hinausgeht, wird abgeschnitten.

Web Betreuung

Tipp 17: Eine klare Überschriftenstruktur einhalten

Jede Seite hat genau eine H1, das ist die Hauptüberschrift und entspricht dem Titel des Artikels. Darunter gliedern H2-Überschriften die Hauptabschnitte, H3-Überschriften strukturieren Unterabschnitte innerhalb dieser Abschnitte. Diese Hierarchie hilft Google, den Aufbau eines Textes zu verstehen, und hilft KI-Suchsystemen, einzelne Abschnitte als eigenständige Antworten zu extrahieren. Prüfen Sie in Ihrem CMS, ob Ihre SEO Überschriften tatsächlich als H1, H2 und H3 ausgezeichnet sind, und nicht nur optisch größer dargestellt werden.

WordPress Schulungen

Tipp 18: Alt-Texte für Bilder vergeben, die den Inhalt beschreiben

Alt-Texte sind Textbeschreibungen, die einem Bild hinterlegt werden. Google kann Bilder nicht so lesen wie Menschen, es wertet den Alt-Text aus, um zu verstehen, was auf dem Bild zu sehen ist. Schreiben Sie Alt-Texte, die tatsächlich beschreiben, was abgebildet ist: “Screenshot der Google Search Console mit eingetragenem Domainnamen” ist ein guter Alt-Text. Das Hauptkeyword des Artikels zu wiederholen, ohne Bezug zum Bild, ist keiner.

Tipp 19: Qualität vor Quantität

Ein einziger Backlink von einer etablierten Fachwebsite in Ihrer Branche bringt mehr als zwanzig Links von thematisch unpassenden oder schwachen Seiten. Google bewertet nicht nur, ob ein Link existiert, sondern von wem er kommt, in welchem Kontext er steht und ob die verlinkende Seite selbst als vertrauenswürdig gilt. Ein Link von einem Branchenmagazin, das seit Jahren zu Ihrem Thema publiziert, wiegt für Google schwerer als hundert Links von Seiten, die nichts mit Ihrem Bereich zu tun haben.

Gleichzeitig sollten Sie wissen, welche Arten von Links Ihnen schaden können. Links, die Sie kaufen oder über Linkfarmen erwerben, verstoßen gegen Googles Richtlinien. Google erkennt solche Muster, weil gekaufte Links oft von Seiten kommen, die in kurzer Zeit viele ausgehende Links aufgebaut haben, ohne erkennbaren redaktionellen Hintergrund. Wer dabei erwischt wird, riskiert eine manuelle Abstrafung, die Rankings über Nacht einbrechen lässt.

Konzentrieren Sie sich auf Links, die entstehen, weil jemand Ihren Inhalt für zitierwürdig hält. Das setzt voraus, dass Sie Inhalte produzieren, die andere tatsächlich zitieren wollen: eigene Studien, Leitfäden, die eine Frage vollständig beantworten, oder Ressourcen, die in Ihrer Branche als Referenz gelten. Wer so denkt, baut Backlinks als Nebenprodukt guter Inhalte auf, und nicht als Selbstzweck.

Tipp 20: Gastbeiträge auf Fachportalen als Einstieg

Gastbeiträge sind eine der wenigen Methoden, mit denen Sie Backlinks gezielt aufbauen können, ohne gegen Googles Richtlinien zu verstoßen. Sie schreiben einen Artikel für eine thematisch passende Website, der dort veröffentlicht wird, mit einem Link zurück auf Ihre Seite. Der Nebeneffekt ist mindestens genauso wertvoll wie der Link selbst: Sie werden auf einer anderen Plattform als Experte zu einem Thema genannt, was gleichzeitig Ihre E-E-A-T-Signale stärkt.

Damit Gastbeiträge tatsächlich etwas bringen, müssen Sie die richtigen Portale auswählen. Suchen Sie nach Websites, die in Ihrer Branche gelesen werden, eine erkennbare Redaktion haben und deren Inhalte bei Google ranken. Ein Gastbeitrag auf einer Website, die selbst kaum Sichtbarkeit hat, bringt weder einen wertvollen Link noch relevante Erwähnungen. Prüfen Sie mit einem Tool wie Ahrefs oder Semrush, wie stark eine Website aufgestellt ist, bevor Sie Zeit in einen Beitrag investieren.

Wenn Sie ein Portal gefunden haben, schlagen Sie Themen vor, die deren Leserschaft konkret weiterhelfen, und nicht Themen, die primär Ihre eigene Dienstleistung bewerben. Redaktionen nehmen Gastbeiträge an, weil sie ihren Lesern etwas bieten. Wer das versteht, hat eine deutlich höhere Chance, tatsächlich veröffentlicht zu werden. Der Link und die Erwähnung folgen dann als Ergebnis eines Beitrags, der für sich steht.

Sichtbarkeit in KI-Suchen aufbauen

ChatGPT, Perplexity und Googles AI Overviews beantworten Fragen eigenständig und nennen dabei Quellen. Welche Quellen das sind, entscheiden diese Systeme nach Kriterien, die sich teilweise von klassischen Google-Rankings unterscheiden. Wer dort als Quelle auftaucht, gewinnt Sichtbarkeit bei Nutzern, die nie auf eine klassische Suchergebnisseite schauen. Der Fachbegriff dafür ist  Generative Engine Optimization, kurz GEO genannt.

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Tipp 21: Ihren Ausgangspunkt manuell testen

Bevor Sie Maßnahmen ergreifen, sollten Sie wissen, wo Sie aktuell stehen. Öffnen Sie ChatGPT, Gemini etc. und stellen Sie die Fragen, für die Sie gefunden werden wollen, so wie Ihre Zielgruppe sie stellen würde. Erscheint Ihre Website als Quelle? Wird Ihre Marke genannt? Dieser Test dauert zehn Minuten und zeigt Ihnen konkret, ob und wie Sie in diesen Systemen bereits sichtbar sind. Wiederholen Sie ihn alle zwei bis drei Monate, um Veränderungen zu beobachten.

Web Betreuung

Tipp 22: Inhalte so strukturieren, dass sie zitierbar sind

KI-Suchsysteme bevorzugen Inhalte, die klar strukturiert sind, direkte Antworten liefern und Fakten belegen. Das sind dieselben Kriterien, die in den Abschnitten zu Content und E-E-A-T bereits beschrieben wurden. Der Unterschied liegt im Fokus: Für klassisches SEO optimieren Sie eine Seite als Ganzes. Für KI-Sichtbarkeit optimieren Sie oder Ihre GEO Agentur einzelne Abschnitte als eigenständige Antworten, die ein System extrahieren und zitieren kann, ohne den Rest des Artikels zu lesen.

WordPress Schulungen

Tipp 23: YouTube als Autoritätssignal nutzen

YouTube-Videos zu Ihren Kernthemen werden von KI-Suchsystemen als Autoritätssignal gewertet. Wer zu einem Thema ein Video produziert hat, zeigt nachweisbare Auseinandersetzung mit dem Thema, über einen anderen Kanal als die eigene Website. Das stärkt die Wahrnehmung als Quelle, weil mehrere voneinander unabhängige Signale auf dieselbe Expertise hinweisen. Videos müssen dafür nicht aufwendig produziert sein. Ein klar strukturiertes Erklärvideo von fünf bis zehn Minuten, das eine konkrete Frage beantwortet, reicht aus.

Die Tools, mit denen Sie anfangen

SEO-Tools gibt es in allen Preisklassen und Ausprägungen. Wer am Anfang steht, braucht keine teure Toolbox wie professionelle SEO Freelancer, sondern Werkzeuge, die konkrete Fragen beantworten und direkt umsetzbare Hinweise liefern. Die folgenden sechs decken die wichtigsten Bereiche ab, von der technischen Analyse über die Keyword-Recherche bis zur Inhaltsstrategie.

Graph wachsender Traffic

Google Search Console

Die Search Console ist das direkteste Werkzeug, das Google Website-Betreibern zur Verfügung stellt, und obendrein kostenlos. Sie zeigt Ihnen, welche Seiten indexiert sind, für welche Keywords Sie in den Suchergebnissen erscheinen, wie viele Klicks und Impressionen Sie erhalten und wo technische Fehler vorliegen. Richten Sie die Search Console als erstes ein, bevor Sie mit allen anderen Maßnahmen beginnen. Ohne sie haben Sie keine Grundlage, um zu beurteilen, was funktioniert und was nicht.

SEO Agentur Deutschland

Google PageSpeed Insights

Dieses kostenlose Tool von Google bewertet die Ladegeschwindigkeit Ihrer Website, getrennt nach Desktop und Mobilgerät. Es liefert keine abstrakte Punktzahl, sondern eine priorisierte Liste konkreter Probleme: zu große Bilder, ungenutztes JavaScript, fehlende Komprimierung. Jeder Punkt ist erklärt, sodass Sie ihn entweder selbst beheben oder gezielt an jemanden weitergeben können, der es umsetzt.

organische Suche

Screaming Frog

Screaming Frog ist ein Desktop-Tool, das Ihre Website crawlt, also systematisch alle Seiten durchgeht, so wie Google es tut. Es zeigt Ihnen fehlende Title Tags, doppelte Inhalte, fehlerhafte interne Links und Seiten, die Google nicht indexieren kann. Die kostenlose Version crawlt bis zu 500 URLs, was bei SEO für kleine Unternehmen absolut ausreicht.

Frage und Antwort Icon

Ubersuggest

Ubersuggest ist ein Keyword-Tool mit einer kostenlosen Basisversion, das Suchvolumen, Keyword Difficulty und Content-Ideen liefert. Sie geben ein Thema oder ein Keyword ein und erhalten eine Liste verwandter Begriffe mit Einschätzungen dazu, wie umkämpft diese sind. Für Einsteiger ist es ein guter Einstieg, bevor Sie zu kostenpflichtigeren Tools wie Ahrefs oder Semrush wechseln.

Deutschlandweit aktiv

AnswerThePublic

Dieses Tool zeigt Ihnen, welche Fragen Menschen rund um ein Keyword stellen. Sie geben einen Begriff ein und erhalten eine strukturierte Übersicht aller W-Fragen, Vergleiche und Präpositionen, die in Verbindung mit diesem Begriff gesucht werden. Das ist eine direkte Grundlage für FAQ-Abschnitte und Unterthemen in Ihren Artikeln.

Zielgruppenfokussierung

Ahrefs oder Semrush

Beide Tools sind kostenpflichtig, bieten aber die tiefste Analyse für Backlinks, Keyword-Rankings und Wettbewerber. Sie sehen, welche Seiten auf Ihre Konkurrenten verlinken, für welche Keywords diese ranken und wo Lücken in deren Content-Strategie liegen. Für den absoluten Einstieg sind diese Tools nicht notwendig, wer aber ernsthaft in SEO investieren will, kommt mittelfristig an einem der beiden kaum vorbei.

FAQs zu unseren SEO Tipps

Philipp Nessmann
Philipp Nessmann

Seit über 20 Jahren im SEO aktiv – mit technischem Tiefgang, Unternehmergeist und dem Blick fürs Wesentliche. Ich habe über 1100 Kunden betreut und erfolgreiche Firmen wie Contentbär, Jurawelt und trauringspezialisten.de aufgebaut.

Wir bewegen uns genau am digitalen Zeitgeist – und sorgen dafür, dass unsere Kunden nicht nur bei Google, sondern auch in KI-Systemen wie ChatGPT, Gemini & Co. ganz oben auftauchen.

Referenzen

Contentbär Blog

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