Paginierung

11. May 2026 von Philipp Nessmann

Paginierung im SEO-Kontext

Suchmaschinen behandeln eine Paginierung anders als einzelne Inhaltsseiten. Google entscheidet selbst, welche Seiten einer solchen Reihe der Crawler erfasst, welche der Index aufnimmt und welche die Suchergebnisse zeigen. Diese Entscheidung hängt von mehreren technischen Faktoren ab und bestimmt, wie gut tiefer liegende Inhalte überhaupt sichtbar werden. Für SEO bedeutet das eine konkrete Herausforderung, weil falsch umgesetzte Seitenstrukturen ganze Inhaltsbereiche unsichtbar machen können.

Bis 2019 unterstützte Google die Auszeichnung über rel=”next” und rel=”prev”, um zusammengehörige Seiten als Serie zu kennzeichnen. Mit der Abschaffung dieser Unterstützung verloren viele Webmaster ihre vertraute Strukturierungslogik. Seitdem behandelt der Crawler jede einzelne Seite einer Serie als eigenständige URL und entscheidet selbst, welche davon Relevanz für den Index besitzt. Webseitenbetreiber müssen die Struktur so aufbauen, dass Google die Zusammenhänge ohne explizite Markierung erkennt.

Durchdachte Seitenaufteilung wirkt sich direkt auf das Crawl-Budget aus. Verschwendet eine Website Ressourcen auf endlose Seitenreihen mit dünnem Inhalt, übersieht der Crawler die eigentlich wichtigen Seiten. Aus diesem Grund verdient die Paginierung im SEO-Kontext besondere Aufmerksamkeit, weil sie Indexierungseffizienz und Sichtbarkeit gleichzeitig beeinflusst.

Welche Arten der Paginierung kommen zum Einsatz

Webseitenbetreiber stehen bei der Paginierung umfangreicher Inhalte vor einer Grundsatzentscheidung. Welche Navigationsform passt zur eigenen Seite, zum Nutzerverhalten und zu den technischen Anforderungen? Vier Varianten haben sich etabliert, jede mit eigenen Stärken und Schwächen. Manche Lösungen wirken zunächst nutzerfreundlich, verursachen aber technische Probleme. Andere erscheinen altbacken, funktionieren aber zuverlässig für Crawler und Nutzer gleichermaßen.

Nummerierte Paginierung

Bei der nummerierten Variante erscheint eine Reihe anklickbarer Seitenzahlen am unteren Rand der Inhaltsliste. Nutzer springen damit direkt zu einer bestimmten Seite, ohne sich durch die gesamte Reihe klicken zu müssen. Suchmaschinen können jede einzelne URL erfassen und in den Index aufnehmen, weil jede Seite eine eindeutige Webadresse besitzt. Diese Form gilt als zuverlässigste Lösung für SEO-relevante Inhalte und findet sich auf den meisten Online-Shops und Blogarchiven.

Vor und Zurück

In der schlanken Variante stehen Nutzern nur zwei Pfeile oder Buttons zur Verfügung, einer für die vorherige, einer für die nächste Seite. Direkte Auswahl bestimmter Seiten ist nicht möglich, was die Navigation bei vielen Inhalten umständlich macht. Crawler erfassen zwar die einzelnen URLs, weil jede Seite eine eigene Adresse besitzt, doch die Crawling-Tiefe leidet. Google folgt den Pfeil-Links nur Schritt für Schritt und erreicht tiefer liegende Seiten unter Umständen nie.

Infinite Scroll

Beim unendlichen Scrollen lädt die Seite automatisch neue Inhalte nach, sobald der Nutzer ans Ende der sichtbaren Liste gelangt. Den Nutzern erscheint diese Variante komfortabel, weil sie ohne Klicks weiterscrollen können. Suchmaschinen-Crawler scheitern jedoch häufig an dieser Technik, weil sie nachgeladene Inhalte ohne eigene URLs nicht zuverlässig erfassen. Wer Infinite Scroll einsetzt, sollte parallel eine paginierte Version mit echten URLs anbieten, damit die Inhalte indexierbar bleiben.

Mehr-laden-Button

Mehr-laden-Buttons kombinieren Elemente aus Infinite Scroll und klassischer Navigation. Auf Klick laden weitere Inhalte nach, statt automatisch im Hintergrund zu erscheinen. Damit bleibt die Kontrolle beim Nutzer, doch dieselben SEO-Probleme wie bei Infinite Scroll bleiben bestehen. Ohne eigene URLs für die nachgeladenen Inhalte bleiben diese für Suchmaschinen unsichtbar. Saubere technische Umsetzung mit URL-Parametern oder einer parallelen paginierten Struktur löst das Problem.

Wo findet die Paginierung von Websites Anwendung?

Die Paginierung umfangreicher Inhalte begegnet Nutzern im Web an vielen Stellen, oft ohne dass sie es bewusst wahrnehmen. Überall dort, wo eine einzelne Seite zu viele Informationen tragen würde, kommt diese Technik zum Einsatz. Webseitenbetreiber entscheiden sich für eine Aufteilung, wenn Übersichtlichkeit, Ladezeit oder Bedienbarkeit auf einer Einzelseite leiden würden. Konkrete Umsetzung unterscheidet sich je nach Anwendungsbereich erheblich. Manche Branchen setzen auf klassische Seitenzahlen, andere bevorzugen Varianten mit dynamischem Nachladen.

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Onlineshops und E-Commerce

In Onlineshops bildet die Paginierung das Rückgrat der Produktnavigation. Kategorien mit Hunderten oder Tausenden Artikeln lassen sich ohne eine sinnvolle Aufteilung kaum durchstöbern. Shopbetreiber zeigen typischerweise zwischen 20 und 50 Produkte pro Seite und ermöglichen über nummerierte Navigation den schnellen Sprung zu späteren Seitenbereichen. Mit der Wahl der richtigen Variante entscheiden Shops nicht nur über Nutzerkomfort, sondern auch über die Indexierbarkeit der Produktseiten und damit über die Auffindbarkeit in Suchmaschinen.

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Blogs und Content-Portale

Blogbetreiber nutzen die Aufteilung vor allem in Archivansichten und Kategorieseiten. Statt alle veröffentlichten Beiträge auf einer endlos langen Seite anzuzeigen, erscheinen Artikelübersichten in handlichen Portionen von etwa 10 bis 20 Beiträgen pro Seite. Damit bleiben ältere Inhalte erreichbar, ohne die Übersichtlichkeit zu opfern. Content-Portale mit großen Artikelarchiven setzen oft zusätzlich auf Filter- und Sortierfunktionen, die ebenfalls über paginierte Strukturen laufen.

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Suchergebnisseiten

Suchmaschinen selbst und auch interne Suchfunktionen großer Websites nutzen diese Technik zwangsläufig. Suchabfragen liefern oft Hunderte oder Tausende Treffer, die niemand auf einer einzigen Seite präsentieren würde. Klassische nummerierte Navigation am unteren Rand der Trefferliste gibt Nutzern Orientierung über die Anzahl der Ergebnisse und ermöglicht den gezielten Sprung zu weiter hinten liegenden Treffern. Bei extrem hohen Trefferzahlen begrenzen Anbieter die maximal erreichbaren Seiten häufig auf einen praktikablen Wert.

Best Practices

Technisch saubere Paginierung entscheidet darüber, ob Google tiefere Seiten überhaupt erreicht und in den Index aufnimmt. Mehrere Stellschrauben beeinflussen, wie Crawler eine paginierte Reihe verstehen und welche Signale sie über die Relevanz einzelner Seiten erhalten. Webseitenbetreiber mit Kenntnis dieser Stellschrauben verbessern die Sichtbarkeit der gesamten Website durch den richtigen Einsatz. Falsche Konfiguration führt umgekehrt zu massiven Sichtbarkeitsverlusten, ohne dass die Ursache auf den ersten Blick erkennbar wäre. Die folgenden Best Practices haben sich in der Praxis bewährt und gelten unabhängig von der gewählten Paginierungsvariante.

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Eindeutige URLs für jede Seite

Jede einzelne Seite einer paginierten Reihe braucht eine eigene, eindeutige URL. Suchmaschinen können nur indexieren, was über eine stabile Webadresse erreichbar ist. URL-Parameter wie ?page=2 oder Pfadstrukturen wie /seite-2/ funktionieren beide zuverlässig, solange die Website jede Variante konsistent umsetzt. Probleme entstehen erst dann, wenn dieselbe Seite über mehrere unterschiedliche URLs erreichbar ist und dadurch Duplicate Content erzeugt.

Web Betreuung

Canonical Tags richtig setzen

Selbstreferenzierende Canonical Tags gelten als bewährte Lösung für Seiten in einer Serie. Damit verweist jede Seite auf sich selbst, nicht auf die erste Seite der Reihe. Bei Canonical-Verweisen aller Folgeseiten auf Seite 1 signalisieren Webseitenbetreiber Google fälschlicherweise, dass nur die erste Seite relevanten Inhalt trägt. Als Folge verschwinden die Inhalte der Seiten 2 bis x aus dem Index, wenn diese nicht anderweitig ausreichend intern verlinkt sind.

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Interne Verlinkung als Stärkungssignal

Folgeseiten leiden oft unter mangelnder interner Verlinkung. Während die erste Seite einer Kategorie viele eingehende Links erhält, bleiben tiefere Seiten meist isoliert. Gezielte Links aus dem Hauptmenü, aus Sidebar-Modulen oder aus thematisch passenden Inhaltsseiten heben die Bedeutung tieferer Seiten und verbessern deren Crawling-Wahrscheinlichkeit. Versteckt eine Website wichtige Produkte oder Artikel hinter Seite 5, lohnt sich der Gedanke an alternative Zugriffswege.

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Duplicate Content vermeiden

In Seitenreihen entstehen häufig nahezu identische Seiten, vor allem im SEO-Text-Bereich oberhalb der Produktlisten. Dieselbe Kategoriebeschreibung auf Seite 1, 2, 3 und 4 wertet Google als Duplikat und filtert die meisten Vorkommen aus den Suchergebnissen. Bewährte Lösung dafür liegt darin, die SEO-Inhalte nur auf Seite 1 zu zeigen, während die Folgeseiten ausschließlich die wechselnden Produkt- oder Artikellisten präsentieren. So bleibt jede Seite inhaltlich eigenständig.

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Crawling-Budget schonen

Tiefe Paginierungen verschwenden wertvolles Crawl-Budget, vor allem bei großen Websites. Wenn Google jede Woche Hunderte oder Tausende solcher Seiten crawlt, fehlt die Kapazität für die zentralen Inhalte. Begrenzungen der maximalen Seitenzahl, Verbesserungen der Filter- und Sortierlogik oder die Bündelung dünner Inhalte auf wenigere Seiten reduzieren die Last spürbar. Freigesetzte Kapazität fließt dann in die Indexierung zentraler Inhalte.

UX und SEO bei der Paginierung im Konflikt

In der Praxis stoßen die Interessen von Nutzerführung und Suchmaschinenoptimierung bei der Paginierung regelmäßig aufeinander. Was für menschliche Besucher komfortabel wirkt, bedeutet für Crawler oft eine technische Hürde. Webseitenbetreiber müssen entscheiden, welcher Seite sie in welchem Kontext den Vorrang geben. Pauschale Antworten gibt es nicht, weil die richtige Wahl vom Geschäftsmodell und vom Stellenwert organischer Suche abhängt. Vier konkrete Situationen zeigen die typischen Konflikte und liefern eine klare Handlungslogik für die Entscheidung.

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Keyword Finder

Infinite Scroll gegen Crawlbarkeit

Endloses Scrollen verbessert die Nutzererfahrung, weil Inhalte ohne zusätzliche Klicks geladen werden und der Lesefluss erhalten bleibt. Besonders auf mobilen Geräten wirkt diese Form der Navigation komfortabel und modern. Für Suchmaschinen entsteht jedoch ein Problem, wenn die nachgeladenen Inhalte keine eigenen URLs besitzen. Ohne eindeutige Seitenstruktur können Crawler viele Inhalte nicht zuverlässig erfassen oder indexieren.

Handlungslogik: Infinite Scroll sollte nur eingesetzt werden, wenn parallel eine paginierte Struktur mit festen URLs existiert. Dadurch bleiben alle Inhalte für Suchmaschinen erreichbar, während Nutzer weiterhin bequem scrollen können.

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Mehr Laden Button gegen direkte URL Erreichbarkeit

Ein Mehr Laden Button wirkt moderner als klassische Seitenzahlen und reduziert sichtbare Navigationselemente auf der Seite. Nutzer können Inhalte schrittweise erweitern, ohne den Lesefluss zu verlassen. Aus SEO Sicht entsteht jedoch ein Nachteil, wenn beim Nachladen keine neue URL erzeugt wird. Inhalte bleiben dadurch schwer verlinkbar und sind für Suchmaschinen oft schlechter erreichbar.

Handlungslogik: Die beste Lösung ist eine hybride Umsetzung mit URL Aktualisierung beim Nachladen. So bleibt die Nutzerführung modern, während jede Inhaltsstufe weiterhin indexierbar und direkt erreichbar bleibt.

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Wenige Inhalte pro Seite gegen Crawling Effizienz

Kurze und übersichtliche Seiten wirken auf Nutzer angenehmer als sehr lange Produktlisten mit vielen Elementen. Dadurch verbessert sich häufig die Orientierung und die Inhalte erscheinen weniger überladen. Für Suchmaschinen kann eine zu starke Aufteilung jedoch problematisch werden, weil dadurch sehr viele Unterseiten entstehen. Tiefe Paginierungen belasten das Crawling und erschweren die vollständige Indexierung.

Handlungslogik: Ein ausgewogener Mittelweg sorgt für die beste Balance zwischen Übersichtlichkeit und SEO. In vielen Fällen gelten etwa 20 bis 50 Elemente pro Seite als sinnvoller Richtwert.

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Paginierungstiefe gegen interne Verlinkung

Große Shops oder Archive verteilen Inhalte oft auf zahlreiche Unterseiten, um die Navigation übersichtlich zu halten. Für Nutzer entsteht dadurch zunächst eine klar strukturierte Darstellung mit besserer Orientierung. Aus SEO Sicht werden sehr tiefe Seitenebenen jedoch zunehmend problematisch, weil Inhalte mit vielen Klicks Abstand zur Startseite weniger interne Linkkraft erhalten. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass tief liegende Seiten regelmäßig gecrawlt und gut gerankt werden.

Handlungslogik: Wichtige Inhalte sollten mit möglichst wenigen Klicks erreichbar bleiben. Zusätzliche interne Verlinkungen, Filter oder Sprungnavigationen helfen dabei, die Klicktiefe zu reduzieren und gleichzeitig die Nutzerführung zu verbessern.

Die häufigsten Fehler

Auch erfahrene Webseitenbetreiber unterschätzen die technischen Anforderungen einer sauberen Paginierung. Was auf den ersten Blick wie ein kosmetisches Detail aussieht, entscheidet in der Praxis über Sichtbarkeit, Crawling-Effizienz und Indexierungsraten. Bestimmte Fehler tauchen in fast jeder SEO-Analyse auf, vom kleinen Blog bis zum großen Onlineshop. Die folgenden Punkte gehören zu den häufigsten Stolperfallen und lassen sich mit überschaubarem Aufwand beheben. Webseitenbetreiber mit Vermeidung dieser SEO Fehler bauen eine robuste Grundlage für eine indexierungsfreundliche Seitenstruktur.

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Analyse und Reporting

Canonical Tag auf Seite 1 statt auf die Seite selbst

Verbreitet ist der Fehler, sämtliche paginierten Seiten per Canonical Tag auf die erste Seite der Reihe verweisen zu lassen. Google interpretiert das als klares Signal für die Indexierung ausschließlich von Seite 1. Als Folge verschwinden Produkte oder Artikel aus dem Index, weil deren Trägerseiten Google praktisch unsichtbar geworden sind. Korrekt ist die selbstreferenzierende Variante, bei der jede Seite ihr Canonical Tag auf sich selbst setzt.

Strategie-Review und Planung

Noindex auf paginierten Seiten

Manche Webseitenbetreiber setzen ein Noindex-Tag auf alle Seiten ab Nummer 2, um Duplicate Content zu vermeiden. Diese Strategie scheint logisch, hat aber gravierende Nebenwirkungen. Der Crawler folgt zwar weiterhin den Links auf diesen Seiten, behandelt sie aber langfristig wie minderwertige Inhalte und reduziert das Crawling. Wertvolle Produkte oder Artikel auf den Folgeseiten verlieren so ihre Chance auf Sichtbarkeit.

Technische Optimierung

Fehlende oder defekte Seitenlinks

Häufig fehlen Links zu mittleren oder späten Seiten der Reihe, etwa weil die Navigation nur die ersten drei und die letzten zwei Seiten anzeigt. Suchmaschinen müssen sich dann durch die ganze Kette klicken, was bei Hunderten Seiten das Crawl-Budget aufzehrt. Defekte Links auf nicht existierende Seiten erzeugen zusätzlich 404 Fehler, die das Crawling weiter belasten. Durchdachte Navigation mit Direktsprüngen zu sinnvollen Zwischenpositionen löst beide Probleme gleichzeitig.

Content-Erstellung und -Optimierung

Inhaltlich identische Seiten

Viele Onlineshops und Blogs zeigen oberhalb der eigentlichen Liste denselben SEO-Text auf jeder Seite. Aus Sicht von Google handelt es sich dabei um Duplicate Content, der die meisten Vorkommen aus dem Index filtert. Zwar unterscheiden sich die einzelnen Produkte oder Artikel, doch der dominierende Textblock überlagert diese Unterschiede aus Crawler-Sicht. Saubere Trennung zwischen einmaliger SEO Texte auf Seite 1 und neutralen Folgeseiten verhindert das Problem.

Yoast SEO

Paginierung in URL und Parameter parallel

Technische Klassiker entstehen, wenn dieselbe Seitenstruktur sowohl über URL-Parameter wie ?page=2 als auch über Pfadstrukturen wie /seite-2/ erreichbar ist. In solchen Fällen indexiert Google zwei identische Inhalte unter unterschiedlichen URLs und wertet beide als Duplikate ab. Unbemerkt entsteht die Doppelung oft durch CMS-Konfigurationen oder Filterfunktionen. Konsistente Entscheidung für eine der beiden Varianten plus 301-Weiterleitungen für die jeweils andere Form löst das Problem dauerhaft.

Überwachung und Anpassung

JavaScript-Paginierung ohne Server-Side-Rendering

Frameworks wie React, Vue oder Angular rendern Inhalte häufig erst im Browser des Nutzers. Bei rein clientseitiger Paginierung sehen Suchmaschinen-Crawler beim ersten Zugriff nur ein leeres HTML-Gerüst ohne die eigentlichen Produkte oder Artikel. Inzwischen verarbeitet Google JavaScript weitgehend, doch der Prozess kostet zusätzliche Crawl-Ressourcen und führt nicht immer zu vollständiger Indexierung. Server-Side-Rendering oder eine hybride Lösung mit vorgerendertem HTML sorgt dafür, dass Crawler die Inhalte sofort vorfinden und korrekt erfassen.

Paginierung bei sehr großen Websites

Mit wachsender Seitengröße verschärft sich die Herausforderung Paginierung deutlich. Während kleine Blogs oder Nischenshops mit zehn oder zwanzig paginierten Seiten kaum Schwierigkeiten haben, geraten große Portale mit Hunderttausenden oder Millionen URLs an die Grenzen dessen, was Google überhaupt erfassen kann. Bemerkenswert ist ein Phänomen, das sich dabei zeigt. Je größer eine Website wird, desto höher ist der Anteil an Seiten, die Google trotz korrekter Verlinkung niemals crawlt. Praxisbeobachtungen aus Logfile-Analysen großer Onlineshops bestätigen diesen Effekt regelmäßig.

Konkret zeigt sich das an einem Beispiel. Shops mit 50.000 Produkten und sauberer Paginierung erleben regelmäßig, dass Google nur 30.000 bis 40.000 Seiten tatsächlich crawlt. Die restlichen Seiten existieren technisch, sind verlinkt, besitzen Inhalte, doch der Crawler entscheidet sich gegen den Besuch. Bei Millionen URLs verschärft sich das Verhältnis dramatisch, oft auf unter 50 Prozent erfasste Seiten. Diese Lücke entsteht nicht durch technische Fehler, sondern durch das begrenzte Crawling-Budget, das Google jeder Domain zuweist.

Großen Websites bleiben mehrere Hebel, um die Crawling-Effizienz zu verbessern. Stark gekürzte Reihen durch bessere Filter- und Sortierfunktionen reduzieren die Gesamtzahl an URLs. Direktsprünge in der Navigation helfen Google, tiefere Seiten ohne Klick-für-Klick-Crawling zu erreichen. Auch die Stärkung wichtiger Folgeseiten durch interne Verlinkung aus dem Hauptbereich verbessert deren Chance auf Erfassung. Betreiber riesiger Websites kommen um eine regelmäßige Logfile-Analyse nicht herum, weil nur diese zeigt, welche Seiten Google tatsächlich besucht.

Meta Title Checkliste

Mit welchen Tools lassen sich Paginierungsfehler feststellen?

Technische Probleme bei einer Paginierung bleiben ohne systematische Analyse oft unentdeckt. Im Browser sieht alles korrekt aus, während Crawler im Hintergrund auf Fehler stoßen, die Sichtbarkeit kosten. Mehrere Tools haben sich in der Praxis als zuverlässig erwiesen und decken unterschiedliche Aspekte der Analyse ab. Die Wahl hängt vom Umfang der Website, vom Budget und von den konkreten Fragestellungen ab. Kombinationen aus zwei oder drei Werkzeugen liefern in den meisten Fällen das vollständigste Bild.

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01 Transparente Arbeitsweise

Screaming Frog SEO Spider

Screaming Frog gehört zu den am weitesten verbreiteten Crawling-Tools und eignet sich hervorragend für die Analyse mehrteiliger Seitenstrukturen. Das Programm crawlt die Website wie Googlebot und zeigt jede gefundene URL mit allen technischen Metadaten an. Filter nach Canonical-Tags, Noindex-Anweisungen und Antwortcodes finden typische Paginierungsfehler innerhalb weniger Minuten. Bei kleineren bis mittleren Websites bietet die kostenlose Version bereits ausreichende Funktionen, größere Crawls erfordern die Lizenzversion.

02 Handschlagqualität

Sitebulb

Sitebulb punktet mit ausführlichen Auswertungen und einer übersichtlichen Visualisierung der Seitenstruktur. Über die Fehleranzeige hinaus liefert Sitebulb konkrete Empfehlungen zur Behebung mit Priorisierung nach Auswirkung. Paginierungsprobleme erscheinen in eigenen Berichten, sortiert nach Schweregrad und betroffenen URLs. Webseitenbetreiber mit Fokus auf strukturierte Optimierungsarbeit profitieren besonders von dieser Aufbereitung.

03 umfangreiches Know-How

Google Search Console

Direkt aus der Quelle liefert die Google Search Console tiefe Einblicke in die echte Indexierungslage. Unter dem Menüpunkt Indexierung lassen sich ausgeschlossene Seiten anzeigen, oft sind darunter zahlreiche paginierte URLs. Der Coverage-Bericht zeigt, welche Seiten Google trotz Verlinkung nicht in den Index aufgenommen hat und warum. Kostenlos verfügbar, aber auf die eigene verifizierte Website beschränkt, bildet dieses Tool die Grundlage jeder Analyse.

04 Web Betreuung

Logfile-Analyse-Tools

Werkzeuge wie Ryte zeigen, welche Seiten Googlebot besucht hat. Durch Vergleich mit allen technisch existierenden URLs offenbart die Auswertung sofort, welche mehrteiligen Bereiche der Crawler ignoriert. Diese Information bekommen Webseitenbetreiber aus keinem anderen Tool, weil nur die Server-Logfiles das echte Crawler-Verhalten dokumentieren. An dieser Analyseform führt bei größeren Websites kein Weg vorbei.

05 Betreuung in allen Bereichen

Ahrefs Site Audit

Ahrefs bietet im Rahmen seines Toolkits ein Site-Audit-Modul, das technische Probleme inklusive Paginierungsfehler systematisch erfasst. Auswertungen zeigen nicht nur die Fehler selbst, sondern verknüpfen sie mit Sichtbarkeits- und Backlink-Daten aus dem restlichen Toolset. Reports und Filter lassen sich nach spezifischen Fragestellungen anpassen, etwa nach Crawl-Tiefe oder Indexierungsstatus. Monatliche Abonnements richten sich an Agenturen und größere Inhouse-Teams mit entsprechendem Budget.

06 SEO vom Profi

Semrush Site Audit

Semrush deckt mit seinem Site-Audit ähnliche Funktionen ab und liefert detaillierte Berichte zu technischen Schwachstellen einer Website. Zu den erfassten Problemen gehören fehlerhafte Canonical-Tags, defekte Seitenlinks und Indexierungsprobleme. Verzahnung mit Keyword- und Wettbewerbsdaten erlaubt es, Probleme direkt mit Rankingverlusten in Verbindung zu setzen. Wie bei Ahrefs handelt es sich um eine kostenpflichtige Lösung mit unterschiedlichen Tarifstufen.

FAQs zur Paginierung

Philipp Nessmann
Philipp Nessmann

Seit über 20 Jahren im SEO aktiv – mit technischem Tiefgang, Unternehmergeist und dem Blick fürs Wesentliche. Ich habe über 1100 Kunden betreut und erfolgreiche Firmen wie Contentbär, Jurawelt und trauringspezialisten.de aufgebaut.

Wir bewegen uns genau am digitalen Zeitgeist – und sorgen dafür, dass unsere Kunden nicht nur bei Google, sondern auch in KI-Systemen wie ChatGPT, Gemini & Co. ganz oben auftauchen.

Referenzen

Contentbär Blog

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